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Ein neues Album von Clemens Neufeld. „Bye bye Berlin“ sampled Michael Jacksons „Billy Jean“. „Disco“ ist ein etwas ruhigeres Stück mit Flächen. „Fliegende Untertassen“ geht so mehr in die konzeptionelle Richtung. Verstörend und eigenwillig. Das kennt man aus den sonstigen Acidproduktionen nicht. Tatsächlich denkt man bei diesen Flächen an fliegende Untertassen. „Trommeltanz“ ist ein Stück mit Congas und viel Hall. Eine 303 schiebt nach kurzer Zeit die Congas noch ein wenig an. „Lovestorm“ entführt uns wieder in die verträumteren Gefilde. Seichte Klänge nehmen einen mit auf die Reise. Ganz ungewohnte Seiten von Clemens neben seinen sonstigen härteren Clubtracks. Mich spricht dieses Stück im Vergleich mit den anderen am Meisten an, weil man sich darin verlieren kann. Sehr viel Gefühl steckt hier im Detail. „Sunspot“ gehört zur Kategorie der verspulteren Tracks. Herrlich schräg und doch irgendwie harmonisch. Mein Geheimtip auf der LP. „Startrails“ ist wiederum ein Track der ruhigeren Sorte. Mit diesem Sound will Clemens wohl die Sehnsucht nach der Ferne ausdrücken. Das könnte so ein ruhiges Stück sein, das sich bei jedem neuen Hören immer besser anhört, weil man je mehr man es hört, immer mehr Sounds entdeckt. „Wurzelbehandlung“ erinnert vom Namen her irgendwie an Zahnarztbesuche, ist mir aber für meinen Geschmack ein wenig zu schräg. „Slip Agent“ hat wiederum die Ruhe von Disco, dennoch seinen eigenen Groove. 8/10, technoanwalt.