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Club und Gastrostreit in Berlin


In Berlin Treptow wird derzeit darüber gestritten, ob das insolvente White Trash durch Unterstützung eines neuen Geschäftpartners weiter betrieben wird oder ob der Club Festsaal dort Einzug erhält. Eine Gläubigerversammlung soll heute darüber entscheiden.

Club und Gastrostreit in Berlin – White Trash gegen Festsaal

Der Club Festsaal brannte 2013 nieder. Die Betreiber und Organisatoren des Clubs witterten die Möglichkeit, wieder von vorn anzufangen. Nach einigen Umbauarbeiten wollten sie den Festsaal dort wiedereröffnen, wo noch das White Trash steht. Die Location befindet sich in Nachbarschaft zu dem Club der Visionäre, Ipse und Arena. Eine attraktive Gegend für eine Institution des Nachtlebens. Erste Gespräche über die Übernahme wurden mit White Trash Inhaber Walter Potts schon geführt.

Das Withe Trash definiert sich als Club, Restaurant und Tattoo-Studio. Eine ziemlich wilde und interessante Sache. Markus Kühn von dem Radiosender FluxFM findet dieses Konzept gut und schlug Potts vor mit einzusteigen, um diesen Betrieb so weiterführen zu können. Dieses Geschäftsmodell findet Potts als Vater des White Trash dann doch anscheinend besser als das Konzept der Jungs vom Festsaal.

Während des Insolvenzverfahren stand es jedem frei, dem Insolvenzverwalter ein Kaufangebot darzulegen. Dies tat die Festsaal-Crew am 10.November. Björn von Swieykowski (Festsaal) äußerte sich dann auch schon im November öffentlich darüber, dass die Übernahme zum 1. Dezember stattfinden solle und dass schon Bookings für die ersten Veranstaltungen laufen. Eine etwas voreilige Äußerung, denn noch war und ist rechtlich nichts entschieden, obgleich mit Walter Potts schon vertrauliche Business-Gespräche geführt wurden.

Walter Potts fühlte sich mit der scheinbar schon besiegelten Sache überrumpelt und findet es falsch, dass die Festsaal-Betreiber sich in den Medien so dazu äußern, als wäre der Deal schon über die Bühne gegangen. Er hält mit Behauptungen und der Rede einer feindlichen Übernahme dagegen. Da kommt zusätzlich der Gastronom Torsten Brandt ins Spiel. Brandt betreibt mehrere Gastro-Lokalitäten in der Gegend. Durch seine enge Zusammenarbeit mit den Festsaal-Jungs vermutet Potts, dass Brandt eine Markt-Dominanz in dem Viertel anstrebe. Verständlicherweise ist Potts der Erhalt des White Trash durch die partnerliche Geschäftsbeziehung mit Kühn lieber.

Die Festsaal-Betreiber sagen, dass der Insolvenzverwalter ihnen quasi schon eine Zusage erteilt habe, weil sie das beste Angebot abgeliefert hätten. Sonst hätten sie bis zur Gläubigerversammlung abgewartet, mit den freudigen Nachrichten an die Öffentlichkeit zu gehen.

Weiter wird wegen der Übernahme der Mitarbeitern vom White Trash und dem Erhalt des Restaurants gestritten und gefetzt. Potts wirft Björn von Swieykowski und Co. vor sie hätten gesagt, dass sich die Mitarbeiter alle einen neuen Job suchen müssten und es noch unklar sei, war mit dem Restaurant passiere. Die Gegenpartei warf die Beschuldigung zurück, denn es sei Teil des Kaufvertrages und des Konzepts, die Belegschaft mit zu übernehmen.

Es steht Aussage gegen Aussage. Allein die Gläubigerversammlung entscheidet, welches Institut der Unterhaltung dort demnächst inne wohnen wird.

Club und Gastrostreit in Berlin – White Trash gegen Festsaal

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