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Es scheint nahezu unmöglich, über deutschen Deep House zu reden, ohne dabei Daniel Bortz zu erwähnen. Der Augsburger hat sich als einer der großen Meister der entspannten Beats etabliert, seine Releases auf Pastamusik, Circle Music, Souvenir und Suol sowie die Bootlegs auf keinerechte stechen aus dem Einheitsbrei des populären Genres heraus. Es scheint gerade zu passend, dass er sich auch für sein erstes Album etwas mehr Zeit gelassen hat. „Patchwork Memories“ erschien letzten Monat auf dem Berliner Label Suol.

„Das Schwierige an der Arbeit ist meistens das Zusammenstellen mehrerer Tracks. Das ist immer die Entscheidung, welcher Track passt zu welcher Stelle, wie soll das aufgebaut werden und so weiter. Das ist ein Logikspiel, bei dem man z. B. mal, etwas nach hinten rückt, doch dann entsteht eine Lücke.“ Um diese Lücken zu füllen, hat Daniel tief in seinem Musikarchiv gewühlt. „Ein Großteil der Titel ist aus alten Stücken entstanden, die ich noch ein Mal neu arrangiert habe. Die meisten Konzepte waren also ursprüngliche andere Tracks oder andere Ideen“, erklärt er. Musik als Knobelspiel, Arrangement als Kunst. Mit „Patchwork Memories“ spielt Daniel hervorragend mit den Emotionen des Hörers. Von entspannten Housetracks wie „First Love“ mit Eva Gold bis hin zu ausgefallenen Stücken wie „In The Yard“ baut sich ein abwechslungsreicher Langspieler auf, der das Sommerf lair in den goldbraunen Herbst trägt. Als Kontrast dazu stehen tiefgründigere Stücke („Alone At Home“), mit denen Daniel seine Idee von „Patchwork Memories“ unterstreicht: „Die Bedeutung von ‚Patchwork Memories‘ ist, dass ich ganz viele verlorene Ideen für das Album zusammengefasst und -gebracht habe. Das ist der Grund, aus dem das Album so heißt.“ Aus den alten Ideen und Konzepten formte Daniel ein Debütalbum, das mit seinem abwechslungsreichen Charakter wieder ein wenig Farbe in die dunkle, feuchte Jahreszeit bringt.

www.soundcloud.com/danielbortz

 

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