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Daphni ist wieder da! Der Kanadier Dan Sankt, der vor allem mit seinem Projekt Caribou Ruhm und Ehre erlangt hat, hat unter diesem Namen 2012 das House-Album „Jialong“ veröffentlicht – und auch dafür Ruhm und Ehre eingeheimst. Nun liefert Sankt als Daphni den aktuellen Fabriclive-Mix und macht das – wie schon Villalobos, Omar-S und Shackleton zuvor – nur mit eigenen Werken, schenkt uns quasi ein neues Album, da alles Material bisher unveröffentlicht war. Die Reise beginnt mit einem trockenen Drum-Bassline-Duett und führt uns durch mäandernde Sound-Collagen, die oft einen sehr rauen und ursprünglichen, ja fast unfertigen Touch transportieren. Es gibt Bass-Attacken, Orgelspitzen, dunkle Kellerausflüge, aber auch ausgestreckte Arme, die die Sonne anbeten. Eine heterogene Affäre, die auch immer wieder Tempowechsel, Breaks, Cuts sowie Auferstehungen auf Lager hat und vor Musikalität, kleinen Finten und Bonbons nur so strotzt – irgendwo im weiten Feld, das wir irgendwie versuchen mit House, Techno und Electronica zu bezeichnen. 9/10 Dieter Horny