
Tracks, dass weltweit beliebte Popkulturmagazin des deutsch-französischen Senders ARTE, zeigt Reportagen über unkonventionelle Musik, Subkulturen und gesellschaftliche Trends abseits des Mainstreams.
Die aktuelle Folge „Free Party: Das Aus für die Ravekultur?“ beschäftigt sich mit der Kultur nicht-genehmigter Raves. Diese sind kein aufkeimender Trend, sondern fester Bestandteil der Szene seit fast 40 Jahren.
Neu ist allerdings mit welcher Aggression die Politik momentan versucht, diese einzudämmen. Meistens handelt es sich dabei um systemkritische, selbstverwaltete Techno-Veranstaltungen. Innerhalb von Europa sind es vor allem Frankreich und Italien, die versuchen, solche Raves strafbar zu machen.
Frankreich verabschiedete beispielsweise ein das Ripost-Gesetz, welches empfindliche Geld- sowie Haftstrafen vorsieht und ganz offensichtlich vom Anti-Rave-Dekret der rechtsnationalen Regierung Italiens inspiriert ist.
Tracks lässt besorgte Veranstaltende und Teilnehmende zu Wort kommen und besucht dabei u. a. das französische nicht-genehmigte Teknival am 1. Mai, welches nach eigenen Aussagen rund 20.000 Raver zählte. Auch Personen aus Italiens Szene kommen zu Wort.
„Sie werden alles verwenden, was sie finden können, um uns zu belasten“, erzählt ein maskierter Mitarbeitender. „Es werden viele Jahre Arbeit investiert, um ein paar Stunden, ein paar Tage in der Atmosphäre temporärer Autonomie die Freiheit mit den Fingerspitzen berühren zu können.“
Auch illegale Partys in Italien werden besucht. Hier droht Teilnehmenden bis zu sechs Jahren Haft oder Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro. „Der gesamte Westen wird gerade von einer Welle überrollt“, meint ein italienischer Aktivist.
„Durch Repressionen wird die individuelle Freiheit der Menschen unterdrückt“, sagt ein Kollektiv-Mitglied. „Raves werden somit zu einem Akt des Widerstands.“
Die Doku dauert 28 Minuten und ist noch bis zum 13. Juli 2029 in der ARTE-Mediathek verfügbar. HIER könnt ihr euch das Ganze anschauen.
Quelle: ARTE
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