Der zweite Teil der Diorama-Remixe legt noch eine Schüppe drauf. Ein exzellentes Teilnehmerfeld, was hier alle seine Qualitäten ausspielt. Den Anfang machen Kollektiv Turmstrasse und ihre Version von „Der Tanz der Glühwürmchen“. Die ist wahrlich zauberhaft, mit einer besonderen Leichtigkeit, entschlackt und mit viel Sehnsucht in kosmischen Dimensionen. Und weiter geht es mit „H2O“ von Hot Chip, die kurzerhand Joe Goddards Gesang in die Nummer einbauen und musikalisch zwischen Pop, Old School Claps, blubbernder Synthies und elektronischen Interferenzen pendeln. Extrawelt eröffnen die B-Seite mit „Die 3 Millionen Musketiere“, die sich ganz unbeschwert in einem großen Freigehege zwischen glitzernden Bächen, rauschenden Feldern und knorrigen Eschen ihren Retrosound zwischen Chicago und Rave ins heutige Nirwana projezieren. Klar, oder? Gabriel Ananda hat sich ebenfalls mit den Musketieren beschäftigt und sein „Kleines Wölkchen“-Remix stampft ganz selbstbewusst mit verzerrten Störgeräuschen und straightem Beat auf den Dancefloor. Die digitale Version der  EP hat noch vier weitere Versionen: Zwei davon wiederum von Hot Chip (nur leicht abgewandelt), die Nummer Drei von Rone (Glühwürmchen im improvisierten Akkordfieber) und die Vier von Stephan Bodzin („Teddy Tausendtod“ im Zebra-Remix im Wechselspiel, auf und ab, hell und dunkel, vierviertel, nichtvierviertel) Großes Kino, tolles Überangebot an heißem Shit. Ja, Mann! dr.nacht