Acht Jahre mussten wir auf ein neues Album von Dominik Eulberg warten, aber langweilig wurde es in dieser Zeit natürlich nie um den Westerwälder, der mit seinen zahlreichen Aktivitäten rund um die Natur und begleitend zur Musik – oder auch abseits davon – immer sehr präsent war und ist. Und so ist „Mannigfaltig“ nicht einfach nur ein Album mit zwölf Tracks, sondern ein Plädoyer für den Erhalt der Biodiversität und die Schönheit der Natur. Zwölf Tracks, durchnummeriert mit den Namen einheimischer Tiere – von der Eintagsfliege bis zum Zwölfpunkt-Spargelkäfer. Auf dem Cover gibt es Zeichnungen der Tiere samt Erklärung. Musikalisch taucht Eulberg in diverse Gefilde ab, dabei hat er sich vom jeweiligen Tier selbst – die Namen gab es vor der Musik – inspirieren lassen und auf seine Weise interpretiert. Wir starten entspannt mit der „Eintags iege“, die langsam und sanft klingt und schwebt, bevor der „Zweibrüstige Schneckenfalter“ seine Downbeats entfaltet und seine crispen Sounds im Sonnenlicht glitzern lässt. Das Fünfeck-Widderchen“ klöppelt mit seinen gebrochen Beats den Pfad entlang, während die „Sechslinien-Bodeneule“ smarte und deepe House-Beats in die Nacht schickt. Der „Elfenbein-Flechtenbär“ hingegen schwebt in kosmische Sphären, mit großen und pathetischen Flächen weit über den Horizont hinaus. Der „Zwölfpunkt-Spargelkäfer“ frickelt, klackt und tapst ins Finale. Leckerbissen für die Fans: Das Album wird als limitiertes Memoryspiel mit den Albumtieren (inkl. Download-Code) veröffentlicht. 10/10 Dieter Horny

Kauflink: https://k7.lnk.to/DominikEulberg