
Bei einem Boiler-Room-Event in New York ist es am Wochenende zu Protesten gegen die Eigentümerstruktur des Veranstalters gekommen. Aktivisten der Kampagne Boycott Room demonstrierten am Freitag, dem 10. Juli, während der ersten Nacht eines zweitägigen Boiler-Room-Takeovers im Under The K Bridge.
Hintergrund ist die Verbindung von Boiler Room zu Superstruct Entertainment, das seit 2025 zur Investmentgesellschaft KKR gehört. Kritiker werfen KKR unter anderem Investitionen in Rüstungsunternehmen, die umstrittene Coastal GasLink Pipeline sowie Firmen mit Aktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten vor.
Während der Veranstaltung führten mehrere Protestierende einen sogenannten „Die-in“ durch. Dabei legten sie sich auf den Boden und stellten symbolisch Tote dar. Auf in sozialen Medien geteilten Videos sind T-Shirts mit Slogans gegen KKR und Boiler Room zu sehen. Laut Boycott Room seien die Aktivisten dabei von Besuchern getreten beziehungsweise überlaufen worden, bevor Sicherheitskräfte eingegriffen hätten. Boiler Room hat sich dazu bislang nicht öffentlich geäußert.
Auch am zweiten Abend kam es zu weiteren Störaktionen und einer Gegenveranstaltung. In einem Video ist zu sehen, wie eine Person in Richtung DJ-Booth geht, die Musik unterbrechen will und ein Anti-Boiler-Room-Shirt zeigt, bevor sie von der Bühne entfernt wird.
Boiler Room hatte nach der Übernahme durch Superstruct erklärt, die eigenen Mitarbeiter hätten keine Eigentums- oder Stimmrechte am Unternehmen und könnten deshalb nicht über die Eigentümerstruktur entscheiden. Zugleich betonte die Plattform damals, dass kein Investor Einfluss auf die redaktionelle oder kuratorische Ausrichtung nehme.
Quelle: mixmag
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