heimische gefilde
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken: Der Winter mit seinem erbarmungslosen Frost klopft an die Tür. Um während der Wintermonate nicht zu erfrieren oder zu verhungern, haben viele Tiere raffinierte Strategien entwickelt, die kalte Jahreszeit zu überstehen.


Viele Vögel machen es ganz clever, sie entfliehen einfach dem kalten Winter, verlassen ihre Brutgebiete und ziehen in den warmen Süden. Neben diesen Zugvögeln, wie etwa dem Kranich oder dem Storch, gibt es aber auch einige hartgesottene Genossen, sogenannte Standvögel, die den eisigen Winter bei uns ausharren. Vögel, die im Sommer vor allem Insekten fressen, steigen dann im Winter auf Samen und Körner um. So finden sie ausreichend Nahrung. Als „gleichwarme“ Tiere müssen Vögel versuchen ihre Körpertemperatur, die zwischen 38 und 42 Grad Celsius liegt, aufrecht zu erhalten. Um dies zu gewährleisten plustern sie ihr Gefieder so stark auf, dass sie wie eine Federkugel aussehen. Diese Form ist kein Zufall, denn die Kugel ergibt im Verhältnis zum Körpervolumen die geringste Oberfläche, über die demnach auch die wenigste Wärme verloren geht. Das Gefieder wirkt dann wie eine dicke Daunenjacke mit Warmluftpolster.

Doch warum frieren unsere gefiederten Freunde nicht an ihren nackten Beinchen? Dies verhindert ein raffiniertes Wärmeaustauschsystem: das abwärts laufende Blut gibt seine Wärme rechtzeitig an das in den Körper zurückfließende Blut ab und kühlt die Beine so auf fast Null Grad. Dies ist auch der Grund warum Enten zum Beispiel nicht auf dem Eis eines Gewässers anfrieren und ihre Füße trotzdem nicht absterben.

Neben Zug- und Standvögeln, gibt es noch sogenannte Strichvögel, die die Winter zwar in der Nähe ihrer Brutgebiete verbringen, ungünstigen Witterungszonen jedoch kleinräumig ausweichen. Als „Teilzieher“ gelten zum Beispiel Amsel, Rotkehlchen und Finken.

FAZEmag 010/12.2012

Weitere ”Heimische Gefilde” findet ihr hier:
Eulbergs heimische Gefilde

www.dominik-eulberg.de
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