Eulbergs heimische Gefilde: Raben – gefiederte Schlaumeier

Als Todes- und Unheilsbote war er verrufen, sein Erscheinen galt als böses Omen. Flog er dreimal übers Dach würde jemand sterben. Sein krächzendes Rufen war die Stimme des Satans, der die Seele der Menschen rief. Er war ein fliegender Dämon. Wenn eine Rabenschar übers Feld flog, legten die Bauern ihre Arbeit nieder und gingen schleunigst nach Hause, denn was sie pflanzen oder ernten wollten, war für diesen Tag verdorben und verflucht. Er flog den Hexen voraus und brachte ihnen Nachrichten. Doch nicht nur zu früheren Zeiten, sondern auch heute noch sorgen ihr pechschwarzes Gefieder, ihre krächzenden Stimmen und ihr...

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Eulbergs heimische Gefilde: Das Nachtpfauenauge

Das Kleine Nachtpfauenauge ist mit einer Flügelspannweite von bis 8,5 Zentimeter einer der größte Nachtfalter unserer Gefilde. Der farbenprächtige Falter wurde jüngst zum Schmetterling des Jahres 2012 gewählt. Seinen Namen verdankt das Nachtpfauenauge seinen vier ausgeprägten augenähnlichen Flecken auf den Flügeln. Mit diesen Augenflecken können sie Feinde abschrecken. Öffnet das Nachtpfauenauge schlagartig seine Flügel, schaut der verdutzte Fressfeind urplötzlich in riesige, furchteinflößende „Augen“ und ergreift die Flucht. Die Flügel der Männchen sind kontrastreich orange, weiß, schwarz und meist auch rosa gefärbt. Die Weibchen sind unauffälliger gräulich, aber deutlich größer als die Männchen. Erwachsene Nachtpfauenaugen nehmen keine Nahrung auf, sie...

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Eulbergs heimische Gefilde: Tierische Redewendungen

Ein ganzer Zoo an tierischen Sprichwörtern tummelt sich in unserem alttäglichen Wortschatz. So haben wir mal Schwein, mal war alles für die Katz, mal schießen wir den Vogel ab und mal haben wir Schmetterlinge im Bauch. Manche Menschen haben einen Vogel, sind Angsthasen, hässliche Entlein oder schwarze Schafe. Wir haben einfach manchmal Bock darauf, diese affengeilen und sauguten Redewendungen in unseren Sprachgebrauch zu integrieren, auch wenn manche auch mal ein dicker Hund sein können. Schauen wir uns deshalb einige mal genauer an. Klappe zu, Affe tot! Jeder hat manchmal „Null Bock“ etwas zu tun. Hiermit ist nicht das Desinteresse...

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Eulbergs heimische Gefilde: Das Rotkehlchen

Einer der liebenswertesten einheimischen Singvögel ist das Rotkehlchen! Es ist nicht scheu und lässt sich gut und aus nächster Nähe beobachten. Man braucht nur ein Stück Garten umzugraben und schon kommt es freudig angehüpft um in der frisch umgegrabenen Erde nach Fressbarem zu suchen. Ein charakteristisches Verhalten des Rotkehlchens ist das sogenannte Knixen, was wie eine kleine Verbeugung aussieht. Kaum eine Vogelart ist bei uns bekannter und beliebter. Das liegt zum einen an der orangeroten Brust, Kehle und Stirn die es hübsch aussehen lässt, zum anderen an den großen dunklen Knopfaugen, die es so herrlich niedlich wirken lässt. Herrlich...

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Eulbergs heimische Gefilde: Wie Pflanzen kommunizieren

Könnten Pflanzen Töne von sich geben, herrschte in Wald und Flur ein überwältigendes Stimmengewirr, ein Geflüster und Geschrei. Auf den ersten Blick sind Pflanzen scheinbar schlecht für die Kommunikation geeignet, und dennoch sind sie äußerst mitteilsam. Mithilfe ihrer ganz eigenen, raffinierten Methoden der Kommunikation können sie ihre Vermehrungschancen steigern, auf Verletzungen reagieren, sich vor Feinden schützen oder Helfer anlocken. All diese Verständigungswege beruhen ausschließlich auf chemischen Signalen und optischen Reizen. Für die Fortpflanzung mancher Pflanzen ist es unabdingbar Helfer wie Bienen und Schmetterlinge auf sich aufmerksam zu machen, um ihre Pollen zur Bestäubung verteilen zu können. Hierbei bedient sich...

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Eulbergs heimische Gefilde: Piranhas in der Erft

Die Erft ist auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher Fluss Mitteldeutschlands. Das 107 km lange Gewässer entspringt im Ahrgebirge der Eifel und mündet bei Neuss in den Rhein. Doch eines Tages schockte die Bild-Zeitung mit der Schlagzeile „Vorsicht! Piranhas in der Erft!“. Denn Angler zogen insgesamt drei Piranhas dieser südamerikanischen Fische aus dem Fluss, zuletzt ein 50 cm langes Exemplar. Doch wie kommen solche exotischen Tiere dahin und wie können sie hier überleben? Der erste Teil der Frage ist leicht zu beantworten, weil Piranhas in vielen Zoogeschäften zum Kauf angeboten werden. Wird man der gekauften Tiere überdrüssig, ist...

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Eulbergs heimische Gefilde: Schneeflocken – Schönheit die vom Himmel fällt

Heute stapfte ich durch den tiefen Schnee im gefrierschrankkalten Westerwald und erfreute mich an dem Funkeln von Millionen von Schneeflocken, die Nachts vom Himmel vielen und nun im  gleißenden Sonnenlicht um die Wette glitzerten. Schaut man sich die funkelnde Pracht genauer an, erblickt man filigrane Kunstwerke. Gehen wir der Sache mal auf den Grund: Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen, zum Beispiel Staubteilchen, anlagern und dort gefrieren. Die dabei entstehenden Eiskristalle fallen durch zunehmendes Gewicht nach unten und wachsen durch den Unterschied des Dampfdrucks zwischen Eis und unterkühltem Wasser weiter an. Schneekristalle...

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