Exorbitante Steuerzahlungen drohen: So will Berlin seine Clubs schützen

Mehr Schutz für Clubs: Berlin will Grundsteuer anpassen

Für viele Berliner Clubs könnte es bald Entlastung geben. Der Berliner Senat will sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Kultur- und Freizeitstätten wie Clubs künftig nicht länger durch die neue Grundsteuer benachteiligt werden. Hintergrund sind die teils drastisch gestiegenen Steuerforderungen, die seit der Grundsteuerreform viele Clubbetreiber:innen vor große finanzielle Herausforderungen stellen. 

Die Grundsteuer orientiert sich derzeit daran, wie stark ein Grundstück theoretisch bebaut werden könnte – unabhängig davon, wie es tatsächlich genutzt wird. Gerade Clubs liegen häufig auf großen Flächen in attraktiven Innenstadtlagen, die nach Baurecht deutlich intensiver bebaut werden könnten. Dadurch steigen die Steuerlasten in einigen Fällen massiv an. 

Besonders betroffen war unter anderem der Berliner Club YAAM, dem zwischenzeitlich eine Grundsteuererhöhung von rund 1.290 Prozent drohte. Auch andere Kultur- und Clubstandorte meldeten deutliche Mehrkosten und warnten vor existenziellen Folgen. 

Berlin will die Regeln für die Grundsteuer ändern. Clubs sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sollen künftig nur noch nach ihrer tatsächlichen Nutzung besteuert werden – nicht danach, was auf dem Grundstück theoretisch gebaut werden könnte. Damit sollen wichtige Kulturorte finanziell entlastet werden.

Ob die geplante Gesetzesänderung umgesetzt wird, ist noch offen. Fest steht jedoch: Für viele Berliner Clubs wäre sie ein wichtiger Schritt, um die wirtschaftliche Belastung durch die Grundsteuer dauerhaft zu senken.

Quelle: Die Zeit

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