Foto: Tassilo Dicke


01. OLIVER KOLETZKI
02. Adam Beyer
03. Gregor Tresher
04. Gary Beck
05. Fritz Kalkbrenner
06. Solomun
07. deadmau5
08. Paul Kalkbrenner
09. Klangkarussell
10. Eric Sneo
11. Niereich
12. Pig & Dan
13. Butch
14. Rampa
15. Chris Liebing

Alle Poll-Ergebnisse findest du hier: www.fazemag.de/category/magazin/poll
Weitere folgen in den kommenden Tagen …

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Euer Lieblingsproduzent 2012 Oliver Koletzki im Interview:

Die zwölfte FAZE-Ausgabe und zum dritten Mal ist Oliver Koletzki ein Thema. Geht’s noch? Aber ihr habt es nicht anders gewollt. Nachdem er uns in unserer ersten Ausgabe Auskunft über sein Album „Großstadtmärchen 2“ gab und uns im Dezember einen schönen Mix ablieferte (den ihr immer noch exklusiv bei iTunes bekommt), begrüßen
wir ihn nun in der Februarausgabe als Pollgewinner in der Kategorie „Bester Produzent“.Darüber hinaus landete sein Album „Großstadtmärchen 2“ und seinem Label Stil vor Talent jeweils auf Platz 3.

Platz 1 bei den Produzenten, Platz 3 mit Label und deinem Album. Was sagst du dazu?

Ich freu mich natürlich riesig! Bei der Labelplatzierung habe ich mir schon Hoffnungen gemacht, da wir ein sehr starkes Jahr hinter uns haben. Mit tollen Albenthemen von Fran, Dapayk & Padberg und Channel X, aber auch starken EPs von Kellerkind,
Niconé & Sascha Braemer, Edu Imbernon und natürlich Klangkarussell. Aber mit Platz 1 bei den Produzenten hätte ich jetzt nicht gerechnet. Klar mein aktuelles Album „Großstadtmärchen 2“ hat sich gut verkauft, aber ich persönlich denke nicht, dass es mein
bestes Album war. Vielleicht würdigen ja die Leser meine allgemeine Produzententätigkeit über die letzten Jahre und alle vier Alben.

Das verflixte siebte Jahr mit dem Label hat dir also kein Unglück gebracht. Was glaubst du denn, ist das Geheimnis des Erfolges?

Ich denke, wichtige Zutaten sind Mut und Bescheidenheit. Wir vertrauen in unsere Künstler und folgen ihren Visionen anstatt sie in Schubladen zu pressen. Wir trauen uns auch an unkonventionelle und poppige Themen ohne Angst davor zu haben, als Mainstream verschrien zu werden. Wir sind nicht arrogant und werden nicht übermütig. Wir haben mit unseren Künstlern faire Deals und keine Knebelverträge. Wir vergessen nicht wo wir herkommen: von ganz unten.

Als Produzent warst du in den letzten sehr aktiv und erfolgreich, zwischen Dancefloor und Pop. Liegt da der Schlüssel in deiner Beliebtheit, dass du nicht so „einseitig“ bist?

Ja, ich denke das ist ein ganz wichtiger Grund. Vor allem Live haben wir den Leuten dieses Jahr eine große Vielfalt geboten: Ich habe wieder sehr viele DJ-Gigs gespielt, aber auch eine Menge Live-Auftritte mit Fran. Gleichzeitig hatten wir aber auch ein sehr erfolgreiches Jahr mit meiner Band The Koletzkis mit tollen Konzerten wie z. B. bei Rock am Ring oder Sonne Mond Sterne. Ich glaube wirklich fest daran, dass die Menschen da draußen die viele Arbeit und Mühe, die langen Nächte im Studio und die unzähligen Bandproben zu schätzen wissen.

Als das letzte Interview mit dir im Dezember erschien, startete gerade dein neues Label Light My Fire. Jetzt mit einigen Wochen Abstand, wie lautet dein erstes Resümee?

Alles gut! Der erste Release von Fapples lief schon ganz ordentlich. Bei meinem eigenen Release kristallisiert sich „Bring Me Home“ als kleiner Hit heraus. Diesen Monat erscheint Dan Caster mit superstarken Tracks für den Dancefloor. Als nächstes Niko Schwind. Natürlich weiß ich, dass es am Anfang viel Geduld erfordert, ein neues Label zu etablieren. Aber diese Zeit und Ausdauer haben wir. Was lange währt, wird gut.

Außerdem hast du uns ja verraten, dass es bei dir jetzt wieder richtig Dancefloor geht, was deine Produktionen angeht. Was steht als Nächstes an?

Ich nehme mir für das nächste Album besonders viel Zeit. Ich werde das ganze Jahr durchprodutzieren und es wird erst 2014 erscheinen. Es soll nicht ganz so offensichtlich werden wie die Alben davor und dafür werde ich auch einiges an meiner Arbeitsweise
ändern, wie z.B. nach 18 Jahren von Cubase auf Ableton Live umsteigen. Außerdem hab ich mir wieder einen echten Fender Rhodes gekauft.

Oliver Koletzki zum Anhören: