FDP meets Berghain

FDP meets Berghain


Wir wissen, dass es euch hier um Musik geht und ihr es nicht gut findet, wenn wir politische Themen verarbeiten. Das haben wir mittlerweile verstanden. Dennoch kommen wir nicht umhin, euch von dieser interessanten Diskussion der FDP vor dem Berghain in Kenntnis zu setzen.

Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner – kommt im Übrigen aus Wuppertal – hat auf seiner Facebook-Seite dieses Foto veröffentlicht und auch einige Kommentare von FB-Nutzern beantwortet. Zum Original-Beitrag kommt ihr hier.

Wir haben für euch, die ihr vielleicht nicht alles lesen möchtet, einen Auszug der Diskussion unten aufgeführt.

User: Grandios. Noch cooler wäre es nur gewesen, dieses Plakat IM Berghain auszurollen ;-)

 Christian Lindner Glaube, die Türsteher hätten was dagegen gehabt ;) 
User 1:  Muss ich nicht verstehen ?!
User 2: Naja, ist jetzt nicht sooo die Kopfnuss
User 3:
 Vielleicht geht es um zu niedrige Ausgaben für Bildung. Und der Chemieuntericht der im Berghain nach 24 Uhr stattfindet hat auf dem Lehrplan wahrscheinlich Amphetamine etc.
User 1: 
Ja – hab ich es also doch richtig verstanden. Umso mehr find ich das dann aber daneben.
Beides MUSS ein Staat doch leisten können. Genug Lehrkräfte und ENDLICH die Bekämpfung dieses ausufernden Drogenmissbrauchs in Berlin.

Christian Lindner an User 1 Das ist doch genau der Punkt: das wir eben mehr Lehrer und mehr Geld für Bildung brauchen.

User 1 an Christian Lindner d’accord.

Aber ein Chemiekontext vor dem Berghain aufzumachen – und gleichzeitig zu schreiben „erst nach 24:00 Uhr […]“.
Was tun wir denn gegen den speziellen Berliner „Chemieunterricht“ generell auch nach 24:00 Uhr?

Jetzt kommt User 4 und wendet sich an User 1: Wenn Sie von ganzem Herzen liberal sind müssten Sie auch an die Legalisierung bisher illegaler Drogen glauben. Von wegen Eigenverantwortung des Bürgers und so.

User 5 an User 1: Ob eine liberale Partei ihren Schwerpunkt darauf setzen sollte, etwas dagegen zu tun, was andere Leute freiwillig machen, wage ich zu bezweifeln.

User 1 (jetzt in Rage): Ne sorry. Das ist das Totschlagargument für jede Diskussion zur Einhaltung von geltendem Recht. Wir haben frei erhältliche Drogen – ab einem gewissen Alter. Und es gibt Drogen die aus gutem Grund verboten sind. Dieses geltende Recht durchsetzen ist Aufgabe des Staates.
User 6: oh, du hast keine ahnung von drogen. Schweig einfach.
User 1 an User 6: Aber du ? Sicher nicht! :). Lass mir den Mund ganz bestimmt nicht verbieten.
User 7 an User 1: Auch wenn das von User 6 etwas hart ausgedruckt war, scheint er im Kern trotzdem recht zu haben. Verbote, für die man ist, sollte man auch rechtfertigen können. Und nein das ist kein Totschlag Argument für die Ausserkraftsetzung von geltendem Recht. Denn solange der Konsum nur einen selbst schädigt, und das tut er in der Regel, gibt aus einer wirklich liberalen Perspektive nichts, was dagegen spricht. Alkohol ist legal, ebenso wie Tabak. Beide Drogen sind aus medizinischer Perspektive gefährlicher als beispielsweise Cannabis. Und man kann durchaus Ahnung von Drogen haben, ohne Konsument oder gar abhängig zu sein. Schlimm ist das sicherlich nicht.
User 6: zurecht verboten, zu unrecht verboten. ist marihuana zum beispiel zurecht verboten & alkohol zurecht legal frei erhältlich? nur ein beispiel, aber wenn du diese ansicht vertrittst brauchen wir diese diskussion gar nicht erst führen. :)
User 1: Ich glaube nicht das im Zuge des doppeldeutigen Begriffes „Chemieunterricht“ von Cannabis die Rede ist.
Was ist der FDP jetzt mit dieser Aktion gelungen? Dass man über sie spricht? Vielleicht. Dass man sie für reaktionär hält? Sicherlich.
Das könnte euch auch interessieren: