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Der Wechsel vom Gilles Petersons Brownswood Imprint zu PIAS hat Obaro Ejimiwe zu wunderbaren neuen Stücken inspiriert. Bereits der Start der 11 Titel umfassenden zweiten Albums gelingt in exzellenter Weise. Poetisch verträumte Broken Beats werden bedeckt von der äußerst markanten Stimme des Geisterpoeten, wenn “Cold Win“ eine tiefgehende, positive Melancholie ausstrahlt. Besser kann man einen Auftakt nicht gestalten. Und so setzt er sein weiteres Werk auch fort. Storytelling steht im Vordergrund und wird von darken Hintergründen und kreativen Synthie umschlungen (“Them Waters“). Afrikanische Wurzeln schimmern mit Gitarreneinsatz und Tony Allens Perkussioneinsatz durch (“Plastic Bag Brain“), dubbig hallen elektronisch gestaltete Räume (“Thyme Thyme Thyme“, “Comatose“) oder bahnt sich Downbeat-Electronica seinen Weg (“Sloth Trot“, “12 Deaf“). Wem The Streets zu Hip Hop-lastig war, findet mit Ghostpoet das elektronisch verwurzelte Pendant, das nicht umsonst in 2011 für den Mercury Preis nominiert wurde. Ich bin begeistert von seinem englischen Dialekt, der seiner Musik die ganz besondere Note verleiht. 8 Points/ Carsten Becker

 

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