Grandbrothers Open (City Slang)
Nach ihrem gefeierten Debütalbum aus dem Jahre 2015, legt das Düsseldorfer Duo Grandbrothers den Nachfolger „Open“ nach. Ihren einzigartigen Sound saugen sie lediglich aus einem Konzertflügel, der mit elektromagnetischen Hämmern und weiteren Modulen präpariert wurde und der dadurch ein einzigartiges und komplexes Klangerlebnis bietet. Erol Sarp am Flügel und Lukas Vogel, der in Echtzeit die Töne samplet, filtert, verzerrt. Das Ergebnis ist eine spektakuläre Klangreise, ein wunderbar-ausufernder Ritt auf den Saiten. Die Grandbrothers haben ihren Sound weiterentwickelt, es klingt runder, tiefer und geht mehr in die Breite. Mit dem Opener „1202“ deuten sie diese Bandbreite an, die dann nachfolgend zelebriert wird. „Bloodflow“ rauscht durch wie eine Schaumkrone auf einer nie abebbenden Welle, „Long Forgotten Future“ steigert sich dramatisch zum epischen Höhepunkt, „Alice“ hält sich wohltuend und balladesk zurück, während uns „Sonic Riots“ mit Dampf und hypnotischer Breite ins Nirwana schicken. Insgesamt zehn Tracks, die uns an die Hand nehmen und in Bewegung bringen. Aufbruch in einen charmanten Klangkosmos. 9/10 Acid Vicious