Hardtechno-Skandal: Shlømo wehrt sich und erhält Gegenwind von Amelie Lens

Die aktuellen Vorwürfe innerhalb der internationalen Techno-Szene wiegen schwer. Es geht um sexualisiertes Fehlverhalten gegenüber Frauen, Machtmissbrauch und mehr. Täglich aktualisieren sich nun die Meldungen dazu.

Das Ganze ins Rollen gebracht hat der Instagram-Account @bradnolimit. Nach seinen veröffentlichten Daten, die zu den Vorwürfen führten, meldete er sich nun jüngst selbst zu Wort, betonte, er sei kein Held, habe aber auch nicht jahrelang auf Beweismaterial gesessen.

Mehr zu den Einzelheiten der Vorwürfe und deren Entstehen könnt ihr HIER lesen. Wichtig im Kontext dieser Meldung ist: Der Betreiber des Accounts betont, er habe Steer Management nicht aus diesen Gründen verlassen, sondern aufgrund von Angriffen gegen ihn selbst.

Dies führt uns zur aktuellen Meldung bezüglich des hauptsächlich im Fokus der Vorwürfe stehenden DJs und Produzenten Shlømo. Während zum Beispiel CARV angekündigt hat, seine Karriere zu beenden (mehr dazu HIER), wehrt sich Shlømo vehement.

In einem Statement attackiert er „bradnolimit“ und bezeichnet dessen Veröffentlichungen als „Verleumdungs- und Belästigungskampagne“, kündigte an, rechtlich dagegen vorzugehen und beteuerte mit deutlichen Worten seine Unschuld.

Im weiteren Verlauf bezeichnete er den Betreiber des Accounts als „unprofessionell“ und stellte klar: Es habe keine Untreue gegeben, es habe niemals sexuellen Missbrauch an einer Frau gegeben und auch keine sexuelle Beziehung mit einer Minderjährigen.

Die im Internet kursierenden Files bezeichnet er als „wertlos“, „irreführend“ und „primitive und offensichtliche Foto-Montagen“. Besonders pikant ist, dass er dem Betreiber vorwürft die Betroffenen mit Geld zu erpressen.

Natürlich behält die Unschuldsvermutung Gewicht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch Shlømo keine Gegenbeweise liefert und auch seine Vorwürfe vorerst im Raum stehen. In den Kommentaren erhält er weiterhin Gegenwind.

Er ist nicht der einzige Artists, der sich gegen die Vorwürfe zu Wehr setzt. Auch Fantasm taucht in den Dokumenten auf. Wie Shlømo oder CARV wurde auch er aus sämtlichen Shows und Festivals gestrichen, beteuert dem entgegen aber seine Unschuld (Fazemag berichtete).

Während einige User glauben, dass das Statement von Shlømo von ChatGPT verfasst wurde, melden sich vor allem auch Kolleginnen aus der Szene mit deutlicher Kritik zu Wort. Darunter auch Amelie Lens (ihr ausführliches Statement HIER) und Nicole Moudaber. Diese beziehen sich vor allem auf ein Video aus den Files, in dem Shlømo eine fragwürdige Anekdote Preis gibt.

 

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„Dein Kommentar und die Art und Weise, wie du dieses Mädchen in deinem Interview verspottet hast, waren entsetzlich“, schreibt Moudaber. „Das sagt alles über deinen Charakter aus. Du bist ein mieser Mensch.“

„Lass mich raten: Du warst in diesem Interview mit dem betrunkenen Mädchen schlafgewandelt“, meint Shay de Castro und auch Amelie Lens scheint nicht überzeugt zu sein: „Das Interview, wo Du das betrunkene Mädchen auslachst, ist fake?“

Währenddessen meldete sich u. a. Indira Paganotto auf ihren Sozialen Netzwerken zu Wort, betonte, Respekt und Sicherheit seien in der Branche „nicht verhandelbar“ und verwies auf Kollektive wie @metoodjs, die sich mit der Thematik auseinandersetzen.

Auch weitere Techno Artists meldete sich im Verlauf des Skandals zu Wort. DYEN forderte u. a. Frauen „überall auf der Welt“ zu schützen. Sara Landry verurteilte „jede Form von Missbrauch, Übergriffen und ausbeuterischem Verhalten“.

Quelle: DJ Mag

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