
Dicke Luft in der Hauptstadt. USAW, ein Berliner Live-Act, die als Duo seit 2021 aktiv sind und mit Veröffentlichungen u. a. auf OECUS, Suara und ARTS schnell Fuß gefasst haben, erheben schwere Vorwürfe gegen SYNOID.
Die Berliner Techno-Partyreihe, die sich seit 2016 mit Marathon-Events, internationalen Line-ups und besonders durch ihre langen Weekender einen Namen machte, hat – laut mehreren DJs – über viele Monate hinweg Honorare ignoriert, trotz Weiterführung von Events.
„Wir sind – gemeinsam mit vielen anderen Künstlern – zutiefst angewidert von dem, was hier passiert“, schreiben USAW in einem deutlichen Statement, das die beiden auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlicht haben.
„Wir haben im September 2025 beim Synoid Weekender gespielt. Wenige Tage später verschwand Acierate, nachdem man uns bezüglich unserer Gage belogen hatte, die wir bis heute nicht erhalten haben.“
Schon bald sei klar geworden, dass Dutzende Künstler nicht bezahlt worden seien. Viele Künstler hätten erst vor Ort erfahren, wenn Veranstaltungen eingestellt wurden. Es sei von einer Insolvenz die Rede gewesen, und immer mehr Berichte über Misshandlungen und respektlosen Umgang seien ans Licht gekommen.
„Heute haben wir erfahren, dass Synoid weiterhin Partys veranstaltet, obwohl die Künstler der vorherigen Events noch immer nicht bezahlt wurden. Es geht längst nicht mehr um das Geld. Es geht darum, unsere Community zu schützen“, so USAW.
„Wenn wir schweigen, vermitteln wir den Eindruck, dass es in Ordnung ist, Künstler zu betrügen, Menschen schlecht zu behandeln und anschließend einfach zur Tagesordnung überzugehen.“ Auf Resident Advisor würden allerdings weiterhin Tickets verkauft.
Das Duo bat darum, ihr Statement zu teilen und dabei zu helfen, die Szene zu schützen. Tatsächlich melden sich in den Kommentarspalten weitere DJs mit ähnlichen Erfahrungen. „Ich warte noch immer auf Geld von der selben Party und wirklich angeekelte über das Schweigen“, schreibt KTK. SYNOID wirbt bis heute noch mit ihrem Namen auf Instagram.
„Absolut irre! Sie erzählen immer noch den gleichen Mist darüber, dass ihr Anwalt bald Gelder freigibt, veranstalten aber gleichzeitig Party-Nächte“, kritisiert frazi.er. „Ich habe Synoid im Jahr 2024 in der internationalen Agenten-Community auf die schwarze Liste gesetzt, aber Agenten scheinen weiterhin mit ihnen zusammenzuarbeiten“, so Manuela Budimilic.
Auch der Berliner Club ÆDEN wird adressiert. „Wenn euch Safe Spaces und eine gesunde Community etwas bedeuten, müsst ihr handeln und diese Events canceln“, schreibt Aylin Idah und verlinkt den Club.
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