Köln: Club-Betreiber übernehmen städtisches Park-Café

Köln: Club-Betreiber übernehmen städtisches Park-Café. Foto-Quelle: Instagram

Beinahe vier Jahrzehnte lang stand das unter Denkmalschutz stehende Park-Café in Köln leer. Nach einer umfassenden Renovierung fand sich ein neuer Betreiber – über dessen Unternehmen jedoch ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Jetzt übernehmen neue Unternehmer den Betrieb im Gebäude, das sich in Besitz der Stadt befindet – keine Unbekannten in der Kölner Club-Szene.

Wenn in Zeiten der Clubkrise Club-Betreiber ein Wahrzeichen der Stadtgeschichte pachten, dann ist das ein Akt mit Symbolkraft. Omid Bayat und Alireza Farahzadi besitzen das Reineke Fuchs in der Domstadt Köln – ein Club, in dem auch regelmäßig Veranstaltungen für elektronische Musik stattfinden. Das FAZEmag feierte dort in der Vergangenheit etwa Release-Partys, im Oktober kommt Timo Maas zu einem All-Nighter mit vorausgehender persönlicher Fragerunde.

Der Hintergrund: der bisherige Betreiber des Park-Cafés, Roberto Campione, befindet sich mit seinem Unternehmen seit Anfang Juli in einem Insolvenzverfahren. Der Betrieb des Cafés wurde zuletzt mit einem Interim-Manager fortgesetzt.

Bei vielen Veranstaltern von im Park-Café geplanten Events herrschte große Unsicherheit. Sie hatten die Location teilweise schon für das kommende Jahr gebucht. Deshalb lief die neue Vergabe auch schnell ab.

Farahzadi und Bayat gründeten als zukünftige Betreiber die neue Reineke Park GmbH, unter deren Namen der Betrieb demnächst läuft. Die Übergabe sei bereits erfolgt, insolvenzrechtliche Zahlungen geflossen. Lediglich die Unterschrift im Mietvertrag der Stadt fehle noch. Sobald diese da sein, verriete man weitere Details zum eigenen Konzept.

Der vorherige Gastronom, Roberto Campione, der in Köln gerade als Ratsmitglied gewählt wurde, kündigte jedoch an, rechtliche Schritte gegen die Vergabe einzuleiten. Er habe den Betrieb mit der Hilfe von Investoren weiter aufrechterhalten wollen und der Stadt ein Angebot vorgelegt.

Hinsichtlich der neuen Gastronomen stellt er sich die Frage, ob das neue Konzept überhaupt mit den alten Mietverträgen vereinbar ist. Hintergrund: Die Location läge innerhalb eines Landschaftsschutzgebiets. Große Events, auf denen laute Musik gespielt wird, seien dort nicht erlaubt. Bisher fanden dort eher Hochzeiten, Firmen-Events oder Geburtstage statt. Die Location liegt in einem Deutzer Park, in der Nähe vom Bootshaus.

Quelle: Kölnische Rundschau

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