Triple A


Bereits seit mehreren Jahren brodelte die Gerüchteküche in diesem Fall – nun wird sie Realität. Der am Rudolfplatz in Köln gelegene Club Triple A wird im Mai seine Pforten schließen. Verkündet wurde dies vor wenigen Augenblicken auf der Facebook-Seite des Clubs. Grund dafür ist eine Sanierung des gesamten Rudolfplatzes. Bereits 2010 sagte Köln Baudezernent Bernd Streitberger: „Der Rudolfplatz ist städtebaulicher Missstand. So etwas passt nicht ins Zentrum der Stadt. Hier muss etwas geschehen.“. Das Triple A erlangte nach seiner Eröffnung in 2002 besonders durch die legendäre Party-Reihe „The Funky Chicken Club“, die traditionell dienstags stattfand, seine Bekanntheit. Viele bekannte DJs wie Bob Sinclar, Tom Novy oder Tocadisco standen hier schon hinter den Turntables.

Nach 13 Jahren und mehr als 2.500 Veranstaltungen weicht der Club nun den Plänen des Londoner Architekten-Büros Caruso St. John, die das neue Gebäudekomplex zwischen Rudolfplatz, Hahnenstraße und Ringen gestaltet und designt haben. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat das Planungsbüro mit Niederlassungen in England und Zürich einen von dem Investor, dem Hamburger Unternehmen Momeni, ausgelobten Architektenwettbewerb für sich entschieden. Die Jury, besetzt unter anderem mit Vertretern des Stadtrates, habe sich einstimmig für den Entwurf der Briten entschieden, war zu erfahren. Die Diskussionen über eine Aufwertung des Areals in der Innenstadt haben vor weit mehr als einem Jahrzehnt begonnen. Die neue Bebauung scheiterte vor allem an den Besitzverhältnissen. Ein Teil der Eigentümer der Grundstücke hatte kein Interesse an einem Abbruch der bestehenden Gebäude.

Die Sparkasse Köln-Bonn als wichtigster Eigentümer etwa, hielt die Immobilien Jahre lang auf Vorrat, um dort irgendwann einmal einen Erweiterungsbau für die benachbarte Zentrale an der Hahnenstraße errichten zu können. Nach dem die Momeni-Gruppe die Grundstücke der Sparkasse unlängst gekauft hat, kam Bewegung in die Planung. Der von Caruso St John Architects geplante siebengeschossige Neubau sieht eine gemischte Nutzung mit Büros und Laden- sowie Gastronomieflächen im Erdgeschoss vor. Bezug zum historischen Nachbarn soll über die Fassadengestaltung hergestellt werden, die sich mit einer hellen Mauerwerksstruktur auf einem Sockelbereich aus Basalt farblich an der Hahnentorburg orientiert. Die Brücke, die derzeit den Komplex mit dem Hahnentor verbindet, wird im Zuge des Neubaus abgerissen. Offen hingegen ist noch, wie mit dem Theater an der Pilgrimstraße umgegangen wird, dessen Fassade unter Denkmalschutz steht. Nach momentanem Stand der Planung soll das Theater dem Neubau weichen.

www.facebook.com/tripleaclub

Und so soll der Rudolfplatz nach der Sanierung aussehen.

Rudolfplatz

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