
Der Kokainkonsum unter jungen Erwachsenen in Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Das geht aus aktuellen Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 hervor, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit anlässlich des Weltdrogentags veröffentlicht hat.
Demnach gaben 4,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal Kokain konsumiert zu haben. 2015 lag dieser Wert noch bei 1,2 Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg bei jungen Männern: Ihr Anteil stieg im gleichen Zeitraum von 1,8 auf 5,7 Prozent. Bei jungen Frauen erhöhte sich der Wert von 0,5 auf 2,4 Prozent.
Auch insgesamt berichten mehr junge Erwachsene von Erfahrungen mit illegalen Drogen. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen lag der Anteil zuletzt bei 18,7 Prozent, 2023 waren es noch 13,5 Prozent. Bei Männern fiel der Wert mit knapp 24 Prozent fast doppelt so hoch aus wie bei Frauen.
Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck warnte davor, Kokain als harmlose Party- oder Leistungsdroge zu verharmlosen. Gerade die leichte Verfügbarkeit über digitale Kanäle könne dazu beitragen, Risiken zu unterschätzen.
Er sagte: „Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge […]. Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen.“
Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 7.001 Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren.
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