Lokale Artists spielen 10 Stunden Techno auf Landesgartenschau

Am 23. August wird die Sparkassenbühne der Landesgartenschau in Neuss zehn Stunden lang zur Techno-Bühne.

Veranstalter Rene Patten bringt dafür etablierte DJs und lokale Artists zusammen. Den Abschluss übernimmt das DJ-Team TiefundTon, das sonst vor Tausenden Menschen auftritt. Das Programm beginnt mit House und soll sich im Verlauf des Tages musikalisch steigern.

„Der Abend fängt chillig mit ‚House‘ an“, erklärt Patten gegenüber der Rheinischen Post. Geplant seien Ibiza-Einflüsse, bevor es später härter werde und TiefundTon den Höhepunkt des Abends bildet.

Zum Line-up gehören unter anderem Tapesh, das Vater-Sohn-Duo Alexander & Matthias Olck sowie Stefan Overkamp, Lukas Freudenberger, Nektarios und Floka. Auch die Kölner Newcomerin Sarah Wolff ist dabei. Für den Abschluss ist TiefundTon vorgesehen.

Auch technisch soll die Veranstaltung entsprechend aufgerüstet werden. Unter der Bühne ist bereits umfangreiches Equipment installiert. Für die Techno-Veranstaltung soll insbesondere bei der Beschallung nachgelegt werden.

„Was die Bässe angeht, werden wir aber noch einmal richtig in die Vollen gehen“, sagt Patten. Patten ist seit Jahren in der Neusser Veranstaltungsszene aktiv. Gemeinsam mit Neuss-Marketing organisierte er in den vergangenen 13 Jahren bereits größere Veranstaltungen im ehemaligen Rennbahnpark.

Dazu gehörten unter anderem „Circle Of Love“, „Midwest“ und das „Hell und Dunkel – Festival“. Mit dem neuen Event verfolgt Patten auch ein kulturpolitisches Anliegen. Frühere Neusser Clubs wie das Fun, Lollipop, Stilvoll und Basement seien inzwischen verschwunden.

Sein Ziel sei es, wieder Angebote für die lokale Szene zu schaffen, damit das Publikum für Partys nicht nach Düsseldorf oder Köln fahren müsse. „Ich sehe das als Jugendkulturprojekt“, sagt Patten.

Die Reaktion des Teams der Landesgartenschau habe ihn dabei besonders bestärkt. Die Verantwortlichen seien von Beginn an von der Idee überzeugt gewesen. Aus dem zehnstündigen Event könnte künftig ein größeres Format entstehen.

Patten kann sich für das kommende Jahr ein Festival mit zwei Bühnen vorstellen. Main-Acts und Newcomer könnten dabei getrennt auftreten und dem Publikum unterschiedliche musikalische Möglichkeiten bieten.

Finanziell wird die Veranstaltung von mehreren Sponsoren unterstützt. Das größte Risiko trägt laut Patten dennoch er selbst. Gerade die Reaktionen des Publikums hätten ihn in der Vergangenheit immer wieder dazu bewegt, weiterzumachen.

Für die Veranstaltung ist ein Eintritt von 20 Euro über die Tageskarte der Landesgartenschau vorgesehen. Ab 17 Uhr gilt ein Feierabendtarif von fünf Euro. Ein Feuerwerk zum Abschluss ist ebenfalls geplant, muss wegen der aktuellen Wetterlage allerdings von der Feuerwehr genehmigt werden.

Quelle: Rheinische Post

Das könnte dich auch interessieren:

Sieben Stunden, kein Plan: Marc Romboys Allnighter wird „spontan“ & „intuitiv“