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Wie gerne hätte ich hier geschrieben, dass der aktuelle Hype um Marek Hemmann absolut übertrieben ist. Den Künstler und sein Werk wieder in reale Sphären zurück- holen, zwischen guter Musik und blindem Fantum eine klare Linie ziehen. Aber bereits mit dem ersten Track „Xativa“ holt eine verspielte Melodie den Hörer vom Planeten Erde ab und führt ihn auf die unglaubliche Reise durch „Bittersweet“, Mareks neuem Album. Mit träumerischen Tracks wie „Lindwurm“, „Endless“ und „Ratis“ baut sich hier eine Klangwelt auf, die an Phantasie kaum zu übertreffen ist. Irgendwo in den Genreschubladen von House erstreckt sich das Album, mit einem klaren Fokus auf die Geschichte die hinter der Platte steht. Selten findet man Songs, die so viel zu erzählen haben. Die typische Umschreiben „Oh, das könnte auch wunderbar als Filmsoundtrack funktionieren!“ trifft auf Hemmanns Werk nicht zu, es ist selbst eine Geschichte und steht für sich. Obwohl auf Vocals verzichtet wird, schaffen es die organischen Lieder ihre Botschaft perfekt im Kopf des Hörers zu platzieren. Große Kunst für das pri- vate Hörvergnügen und mit „Topper“ und „Stripped“ sogar in speziellen Momenten Clubtauglich. Hemmann verdient seinen Hype voll und ganz. 10/10 BRNK