
Eine private Techno-Veranstaltung auf dem Gelände des historischen Wilanów-Palasts in Warschau hat in Polen eine breite Debatte ausgelöst. Die Party fand von Samstagabend (9. Mai) bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags statt. Tausende Gäste feierten vor einer Bühne, die auf einer Rasenfläche im Innenbereich der barocken Anlage aufgebaut worden war.
Der Wilanów-Palast wurde im späten 17. Jahrhundert für König Jan III. Sobieski errichtet und zählt zu den wichtigsten erhaltenen historischen Bauwerken Warschaus. Entsprechend scharf fiel die Kritik nach dem Event aus. In sozialen Medien kursierten Bilder von Müll auf dem Gelände sowie beschädigten Rasenflächen. Anwohner beschwerten sich zudem über Lärm, weitere Stimmen äußerten Sorgen um Tiere und Natur, da sich die Anlage in der Nähe eines Schutzgebiets befindet.
Auch politisch wurde der Fall schnell aufgegriffen. Kritiker fragten, wie eine solche Veranstaltung an einem sensiblen Kulturort genehmigt werden konnte. Der Denkmalpfleger der Region erklärte jedoch, dass nach einer Kontrolle keine Schäden an historischen Gebäuden festgestellt worden seien. Beschädigte Wege und Rasenflächen sollten in den kommenden Tagen wiederhergestellt werden.
Nach Angaben der zuständigen Stellen lagen für die Veranstaltung alle notwendigen Genehmigungen vor. Ursprünglich sei das Event zunächst abgelehnt worden, später aber nach Anpassungen an Infrastruktur und Schutzmaßnahmen genehmigt worden. Das Museum selbst räumte ein, dass eine elektronische Musikveranstaltung in einer königlichen Residenz unterschiedliche Reaktionen hervorrufen könne, und entschuldigte sich bei Personen, die sich gestört fühlten.
Zwiedzajacym pałacowy park w Wilanowie nie można siadać na trawnikach, biegać, używać odtwarzaczy i głośników oraz płoszyć zwierząt mieszkających w parku, ale jak milionerzy wymyślili sobie imprezę techno to spoko. pic.twitter.com/aec0Gbbumf
— Milena Skarbek (@Utkanazesnow) May 11, 2026
Quelle: Notes From Poland
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