Musikbranche am Ende? Die Auswirkungen der Pandemie auf Musiker und Bands


 

Die Pandemie-Zeit war und ist keine leichte für Musiker und Band. Schließlich leben viele Künstler insbesondere von Live-Auftritten. Genau diese waren aufgrund der Pandemie für lange Zeit aber nicht möglich. Dennoch herrscht bei vielen Künstlern auch in der Pandemie aber alles andere als Stillstand. 

Auftrittsverbote als Herausforderung für Musiker

 

Bereits vor der Pandemie lebten viele Musiker und Band hauptsächlich von ihren Live-Auftritten. Schließlich helfen ihnen diese nicht nur dabei, neue Veröffentlichungen zu promoten. Vielmehr spielen Live-Gigs mit Ticket- und Merchverkäufen auch finanziell eine wichtige Rolle für viele Künstler. 

 

Mit der Corona-Pandemie sind Live-Auftritte als zentrale Einnahmequelle für viele Künstler weggebrochen. Gigs in Clubs waren aufgrund ausbleibender Lockerungen nicht möglich. Und auch Festivals sind und waren in der Corona-Zeit quasi ausgeschlossen. Es lässt sich daher sagen, dass Bands und Musiker – gemeinsam mit der gesamten Veranstaltungsbranche, Escorts & Callgirls in Stuttgart und vielen anderen Städten – finanziell besonders stark unter der Pandemie zu leiden hatten. 

 

Dennoch herrscht sowohl bei deutschen als auch internationalen Künstlern aber kein Stillstand. Auch in Zeiten, in denen das gesellschaftliche Leben komplett heruntergefahren war, haben Musiker und Bands dennoch versucht, ihren Beruf auszuüben. 

Die Auswirkungen der Pandemie auf deutsche Musiker

 

Für hiesige Bands und Musiker waren die letzten 1,5 Jahre nicht leicht. Das lag allerdings nicht allein daran, dass ihnen Live-Auftritte aufgrund der pandemiebedingten Regeln und Beschränkungen nicht möglich waren. Vielmehr mussten zusätzlich dazu zwischenzeitlich auch viele Proberäume schließen. Vielen Bands war es daher kaum oder gar nicht möglich, gemeinsam zu proben. 

 

Neben gemeinsamen Proben waren aber auch neue Releases problematisch. Schließlich konnten auch Aufnahmen im Studio nicht wie gewohnt stattfinden. Auch in den Studios mussten nämlich die Obergrenzen für Zusammenkünfte zwischen Personen verschiedener Haushalte eingehalten werden. Viele Bands mussten daher auf gestaffelte Aufnahmen oder solche aus dem Home-Studio zurückgreifen.

 

Zur Freude der meisten Musiker und Bands hat sich die Lage in Deutschland mittlerweile jedoch wieder etwas entspannt. Aufnahmen sind fast wieder wie gewohnt möglich und auch kleinere Konzerte – insbesondere im Freien – dürfen stattfinden. Was jedoch weiterhin problematisch bleibt: Die Zusammenarbeit zwischen Künstlern, die auf unterschiedlichen Kontinenten leben, ist aufgrund vieler Einreisebeschränkungen (insbesondere denen in den USA) nach wie vor nur aus der Ferne möglich.

Die Auswirkungen der Pandemie auf US-Musiker

 

Geht es um die Zusammenarbeit zwischen Musikern aus den USA und solchen aus anderen Ländern, gibt es ein Problem: Die Einreise in die Vereinigten Staaten ist derzeit kaum möglich. Die Möglichkeiten für US-Musiker, sich unkompliziert mit Kollegen zu treffen und auszutauschen, sind daher begrenzt. Einige US-Musiker greifen daher zu einer Notlösung: Sie treffen sich mit ihren Kollegen in Mexiko. Anders als die USA erlaubt Mexiko die Einreise nämlich recht unkompliziert.

 

Außerdem hatten es US-Musiker – genau wie solche aus Deutschland – auch in ihrem Heimatland mit Kontaktbeschränkungen zu tun. Gemeinsames Proben war daher genauso beschwerlich wie in Deutschland. Einzige Abweichung: In den USA variierten die Bestimmungen von Bundesstaat zu Bundesstaat recht stark. Wer wollte, konnte sich daher vorübergehend in einem Bundesstaat mit lockereren Bestimmungen niederlassen. 

Trotz Pandemie: Einnahme-Plus für die deutsche Musikindustrie

 

Trotz der Corona-Pandemie konnte die deutsche Musikindustrie 2020 ein deutliches Einnahmen-Plus verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr waren die Einnahmen um 9 Prozent gestiegen – das meldete der Bundesverband Musikindustrie (BVMI). Dabei besonders bezeichnend: Fast drei Viertel des Gesamtumsatzes machte dabei die Online-Musiknutzung aus. Hieran lässt sich erkennen, dass die Pandemie vermutlich auch das Musik-Konsumverhalten deutlich verändert hat. 

 

Zwar hatte der Marktanteil der Online-Nutzung von Musik bereits 2019 bei etwa 55,5 Prozent gelegen. Bis zum Jahresende 2020 war der Anteil aber noch einmal deutlich auf 63,4 Prozent gestiegen. Der Verkauf von CDs hingegen ging nicht zuletzt aufgrund des Lockdowns deutlich zurück. Der Anteil der CD-Verkäufe am gesamten Umsatz der Musikindustrie lag 2020 bei nur noch etwa 21 Prozent.

Online-Musikkonsum bringt neben Vorteilen auch Schwierigkeiten für Bands und Musiker mit

 

Obwohl immer mehr Menschen Musik online konsumieren, bedeutet das nicht, dass Bands und Musiker aufgrund höherer Netz-Einnahmen unbeschadet durch die Corona-Krise gekommen wären. Die finanziellen Ausfälle, die sich aufgrund der Unmöglichkeit des Livemusik-Geschäfts ergeben haben, sind nämlich dramatisch. Welche Spätfolgen sich aus den Konzertausfällen ergeben werden, ist jetzt noch nicht absehbar. 

 

Das hängt teilweise auch damit zusammen, dass gerade das Online-Geschäft für Künstlerinnen nicht ganz unproblematisch ist. Immer wieder sorgen nämlich die Regelung des Urheberrechts für Unmut. Insbesondere dann, wenn sich der Musikkonsum auf User-Upload-Plattformen (wie z. B. YouTube) verlagert, erschwert es den Künstlern derzeit, finanziell vom Konsum ihrer Musik zu profitieren. Gerade diese Art des Musikkonsums ist heute jedoch für viele Nutzer besonders bedeutend ­– der Wunsch nach einem angepassten Urheberrecht wird unter Musikschaffenden daher immer lauter. Diese Anpassung wird dabei allerdings nicht lediglich aufgrund der Corona-Pandemie gefordert – vielmehr wird sie aufgrund der veränderten Lebenswirklichkeit der Musikbranche erforderlich.