Nachhaltigkeit auf Musikfestivals: Wie Organisatoren grüne Initiativen umsetzen

Nachhaltigkeit auf Musikfestivals: Wie Organisatoren grüne Initiativen umsetzen / Bild von Bruce Post

Nachhaltigkeit auf Musikfestivals: Wie Organisatoren grüne Initiativen umsetzen

So spaßig Musikfestivals auch sind – sie sind oftmals dafür bekannt, dass sie eine Menge an Müll hinterlassen. Die Verschmutzung auf dem Gelände hat in den vergangenen Jahren ein so hohes Ausmaß angenommen, dass es schon lange nicht mehr nachhaltig ist, ein Musikfestival zu besuchen. Hinzu kommen noch andere Faktoren, die einen faden Beigeschmack haben. Doch wie können Festivals wieder nachhaltiger werden? Und was können Organisatoren dazu beitragen? Dieser Artikel gibt die Antwort!

 

Warum Nachhaltigkeit auf Musikfestivals?

Nachhaltigkeit spielt in jeder Branche eine wichtige Rolle. Sogar der Wettanbieter-Test von Sportwetten 24 hat ergeben, dass auch hier immer mehr auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Somit gilt: Wer heute attraktiv für Besucher, Kunden und Fans sein möchte, sollte ein nachhaltiges Handeln an den Tag legen.
Zum einen sind Musikfestivals auf diese Weise wettbewerbsfähig. Immer mehr Menschen ist es wichtig, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Nachhaltigkeitsstrategien machen es möglich, dieses Ziel zu erreichen. Denn selbst dann, wenn es darum geht, Spaß zu haben, kann man Maßnahmen treffen, um den Schaden auf die Umwelt zu minimieren.

Zum anderen sollte es Organisatoren natürlich auch selbst um Nachhaltigkeit gehen. Immerhin leben wir in einer Zeit, in der die Umweltverschmutzung überhandnimmt. Man kann daher ein wichtiges Zeichen setzen und für einen sauberen Planeten sorgen.

Ein weiterer Grund ist die Kostenersparnis. Wer nachhaltig agiert, kann in der Regel auch an Kosten einsparen. Denn die meisten Strategien, die gut für die Umwelt sind, wirken sich auch positiv auf das eigene Portemonnaie aus!

 

Präventivmaßnahmen: Wo entsteht auf einem Festival Müll?

Besonders der Müll stellt bei Musikfestivals ein großes Problem dar. Man hat es untersucht und ist zu einer erschreckenden Erkenntnis gekommen: Ein Festival mit 80.000 Besuchern verursacht an einem Wochenende in etwa so viel Müll wie eine Stadt mit 80.000 Einwohnern im Jahr. Das sind selbstverständlich hohe Zahlen. Doch um etwas dagegen unternehmen zu können, ist es wichtig zu wissen, wo der Müll überhaupt entsteht.

Ein Problem stellen vor allem die Zelte dar. Einige Festivalbesucher rechnen direkt damit, dass ihr Zelt das Wochenende nicht überleben wird. So wird in billige Zelte investiert, die nur noch in Form von Fetzen auf dem Gelände übrigbleiben. Da es sich vor allem um Plastik handelt, kann man sich ausmalen, was für eine Umweltverschmutzung dadurch stattfindet.

Doch Organisatoren können hier ansetzen: Viele Veranstalter bieten Sammelpunkte für defekte Zelte an. Auf diese Weise können defekte Zelte fachgerecht entsorgt oder in manchen Fällen sogar repariert werden. Die reparierten Zelte werden dann oft im nächsten Jahr zur Miete angeboten.

Darin besteht ein weiterer Vorteil, für den Veranstalter sorgen können: die Vermietung von Unterkünften. Für manche gehört das Zelten einfach zum Festival-Erlebnis dazu. Daher sollten unbedingt auch Zeltdörfer angeboten werden. Manche mögen es etwas luxuriöser, sodass auch Bungalows eine attraktive Möglichkeit der Unterkunft darstellen.

Allgemein beim Thema Müll gilt: Wenn es die Möglichkeit gibt, den Müll zu entsorgen, wird diese auch genutzt. Organisatoren sollten daher entsprechende Möglichkeiten einrichten und darauf hinweisen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dann nicht mehr so viel Müll irgendwo in der Landschaft landet.

Zudem hat sich ein Pfandsystem als wirkungsvoll erwiesen. Becher, Flaschen, Teller und Besteck – all das kann gegen ein Pfand herausgegeben werden und viele werden die Gegenstände genau deshalb wieder zurückgeben. Immerhin möchte niemand Geld verschenken!

Nachhaltige Energie – so wird die ganze Veranstaltung grüner!

Nicht nur das Thema Müll ist essenziell, wenn es um Festivals geht. Im Zuge der Veranstaltung wird auch sehr viel Energie verwendet. Das treibt die Kosten in die Höhe und ist nicht gerade nachhaltig. Immerhin verwenden die meisten herkömmliche Energieträger wie Erdöl oder -gas. Doch was wäre, wenn man das umgehen könnte?

Glücklicherweise gibt es inzwischen zahlreiche Alternativen. Grüne Energiequellen wie Solarstrom oder Strom, der durch Wind- und Wasserkraft erzeugt wurde, liegen absolut im Trend. Sie machen die ganze Veranstaltung etwas nachhaltiger und senken sogar langfristig die Kosten. Denn wer einmal in eine gute Photovoltaik-Anlage investiert hat, hat die Kosten durch die Ersparnis schnell wieder relativiert.

 

Nachhaltigkeit bei der Verpflegung

Auf Festivals wird nun einmal viel gegessen. Immerhin sind Besucher ein ganzes Wochenende lang da. Doch wie lässt sich die Veranstaltung in puncto Verpflegung nachhaltiger gestalten?

Das Pfandsystem wurde bereits erwähnt. Dieses gilt nicht nur für Trinkbecher, sondern auch für Teller. Dazu ist es wichtig, dass das Geschirr und Besteck möglichst robust und hochwertig ist. Ansonsten hat ein Pfandsystem wenig Sinn. Man sollte hier gezielt der Einmal-Nutzung entgegenwirken.

Wenn es aus irgendeinem Grund nicht realisierbar ist, Speisen mit Pfand-Besteck und -Geschirr herauszugeben, sollte man auf nachhaltige Alternativen zu Plastik setzen. Es gibt mehr und mehr Materialien, die sich dafür eignen: von Pappe über Bambus bis hin zu Holz. Diese können dann auch guten Gewissens entsorgt werden, da sie die Umwelt nicht unnötig belasten.

Und wie sieht es mit der Verpflegung an sich aus? Hier sollten Organisatoren der Umwelt zuliebe auf möglichst nachhaltige Lebensmittel setzen. Speisen mit einem geringen ökologischen Fußabdruck können einen kleinen Unterschied machen.

 

Weg mit Chemie-Toiletten – her mit der nachhaltigen Alternative

Zu einem Musikfestival gehört ein weiterer wichtiger Faktor: die Toiletten. Häufig werden Chemie-Toiletten eingesetzt, da diese geruchshemmend sind und Hinterlassenschaften schneller verarbeiten. Was jedoch scheinbar völlig vergessen wird: Diese Chemie schadet der Umwelt. Doch gibt es eine Alternative?

Auf einigen Festivals wurde es bereits ausprobiert und ist auf großen Anklang gestoßen: Komposttoiletten sind – buchstäblich – der Shit! Hier werden die Hinterlassenschaften der Besucher zu Dünger verarbeitet. So lässt sich Nachhaltigkeit auch auf der Toilette ausleben.