Es ist Remake-Time in Hollywood. Zum wiederholten Male wurde ein europäischer Film für das US-amerikanische Publikum aufbereitet. Das war bei „Nightwatch“ so, bei „Vanilla Sky“, bei „Codename Nina“ und gerade zuletzt erst bei „Verblendung“ von David Fincher. Eine neue Richtung konnte keiner der genannten Filme im Vergleich zum Original einschlagen. Auch das Remake von „Reykjavik-Rotterdam“, das hier und jetzt „Contraband“ heißt, ist unterhaltsam, aber keinesfalls besser als das Original. Baltasar Kormakur, der im norwegischen Film noch die Hauptrolle bekleidete, hat hier auf dem Regiestuhl Platz genommen und Mark Wahlberg die Hauptrolle überlassen. Für alle, die die Story nicht kennen, hier eine Kurzfassung: Mark Wahlberg verkörpert den Ex-Schmuggler Chris Farraday, der seine Verbrecherkarriere an den Nagel gehängt hat, um als Familienvater seinen Lebensunterhalt legal zu verdienen. Wie so oft, geht etwas schief mit dem neuen Lebensentwurf, und Farraday muss einen letzten Coup drehen, um dem Bruder seiner Frau (Kate Beckinsale) aus der Patsche zu helfen. Was dann folgt, ist ein typischer Heist-Entwurf im Stil der „Oceans …“-Filme mit Giovanni Ribisi als Bösewicht, vorhersehbarem Ausgang und viel Tempo. Schon okay.

Start: 15.03.12
Genre: Thriller
Regie: Baltasar Kormakur
Darsteller: Mark Wahlberg, Kate Beckinsale, Ben Foster
Verleih: Universal