
Mit „Club Kultur Bestand Aufnahme“ eröffnet Berlin eine neue Ausstellung, die sich der Geschichte und Bedeutung der Berliner Clubkultur widmet. Ab dem 23. Juli können Besucher:innen zahlreiche Artefakte entdecken und so einen Einblick in eine Form von Kultur erhalten, die bisher nur selten in diesem Umfang dokumentiert wurde.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein Karton mit zahlreichen Objekten, den der seit Anfang 2024 geschlossene Berliner Club Mensch Meier an das Museum übergeben hat. Darunter befinden sich unter anderem Fundsachen, Garderobenmarken, Flyer und weitere Erinnerungsstücke aus dem Cluballtag. Ergänzt wird die Sammlung durch archäologische Ausgrabungen, Interviews, Archivmaterial sowie ein Clubkataster.
Dabei möchte die Ausstellung nicht einfach eine vergangene Clubatmosphäre rekonstruieren. Statt immersiver Inszenierungen setzt „Club Kultur Bestand Aufnahme“ auf eine reflektierte Auseinandersetzung mit der Geschichte der Szene und zeigt, wie unterschiedlich Clubkultur dokumentiert und bewahrt werden kann.
Ein zentraler Bestandteil ist auch das Thema Clubsterben. Die Ausstellung stellt die Frage, was von einem Club eigentlich bleibt, wenn die Türen endgültig geschlossen sind. Sind es die Erinnerungen an gemeinsame Nächte oder die physischen Spuren wie Flyer, Objekte und persönliche Gegenstände? So zeigt die Ausstellung, wie wichtig der Erhalt von Cluberbe für die kulturelle Geschichte einer Stadt ist.
„Club Kultur Bestand Aufnahme“ ist bis zum 9. November im Werkbundarchiv – Museum der Dinge zu sehen. Die Vernissage findet am 22. Juli von 18 bis 22 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
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