
Nach den tödlichen Schüssen bei einer Techno-Veranstaltung im schweizerischen Aarau werden weitere Details bekannt. Die Kantonspolizei Aargau teilte mit, dass am Tatort Patronenhülsen unterschiedlicher Waffen gefunden wurden. Darunter sollen Spuren einer 9-Millimeter-Waffe sowie einer Langwaffe, möglicherweise eines Sturmgewehrs, sein. Die Täter sind weiterhin flüchtig.
Der Vorfall hatte sich in der Nacht auf Sonntag gegen 2.30 Uhr am Rande des „Aarau Rave VOL. 7“ auf der Pferderennbahn im Schachen ereignet. Wir hatten bereits berichtet: Eine 22-jährige Italienerin mit Wohnsitz in der Schweiz kam dabei ums Leben, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Nach neueren Angaben handelt es sich bei den Verletzten um eine deutsche Staatsangehörige und vier Schweizer Männer im Alter von 24 bis 31 Jahren.
Unklar bleibt weiterhin, wer hinter der Tat steckt und welches Motiv es gab. Die Polizei prüft mehrere Szenarien und bittet Zeugen um Hinweise, insbesondere um Fotos oder Videos vom Gelände. Laut Reuters schließt die Polizei auch einen terroristischen Hintergrund nicht grundsätzlich aus, gesicherte Erkenntnisse dazu liegen bislang aber nicht vor.
Laut des Polizeikommandanten der Kantonspolizei Aargau, Michael Leupold, seien drei Szenarien plausibel: Es könne sich um einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu handeln.
Zum Zeitpunkt der Schüsse war die Veranstaltung offenbar gerade zu Ende gegangen. Auf dem Gelände sollen sich dennoch noch zahlreiche Besucher aufgehalten haben. Die Fahndung läuft weiter, auch mit Blick auf mögliche Fluchtwege: Aarau liegt im Kanton Aargau, rund 40 Kilometer westlich von Zürich und vergleichsweise nah an der deutschen Grenze.
Quelle: Tagesspiegel, oe24
Foto: KI-generiert
Auch interessant:
Anschlag auf Rüstungskonzern: DJ wegen Terrorverdacht verhaftet