DMT (Dimethyltriptamin) soll jetzt in einer Studie zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Das Psychedelikum kommt zusammen mit einer Psychotherapie-Sitzung zum Einsatz.

In der Studie soll das DMT zuerst den Menschen verabreicht werden, die nicht an Depressionen leiden, bevor es dann an diejenigen verabreicht wird, die an Depressionen leiden.

Small Pharma und das Imperial College London tragen die Studie. Carol Routledge, die wissenschaftliche und medizinische Leiterin von Small Pharma, sagte: „Die psychedelische Droge bricht alle resignativen Gedankenprozesse in ihrem Gehirn auf – sie macht buchstäblich ungeschehen, was durch den Stress, den sie durchgemacht haben oder die depressiven Gedanken, die sie haben, angerichtet wurde – und steigert die Bildung neuer Verbindungen enorm. Die anschließende psychotherapeutische Sitzung ist der Teil, der die Dinge wieder ins Lot bringt – sie hilft ihnen, diese Gedanken zu verarbeiten und bringt sie wieder auf den richtigen Weg. Wir denken, dass dies eine Behandlung für eine Reihe von depressiven Störungen neben der allgemein bekannten Depression sein könnte. Dazu gehören auch PTBS, behandlungsresistente Depression, Zwangsstörungen und möglicherweise einige Arten von Drogenmissbrauch.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Drogen in klinischen Studien zum Einsatz kommen. Wissenschaftler haben zum Beispiel MDMA als Behandlungsmethode für posttraumatische Belastungsstörung getestet. Einige Wissenschaftler haben die Einnahme von MDMA sogar empfohlen, um mit den Auswirkungen des Coronavirus-bedingten Lockdowns besser umgehen zu können.

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