Drogenkonsum auf Spielplätzen wird immer krasser - Bild von Engelbert Reineke

Drogenkonsum auf Spielplätzen wird immer krasser – Bild von Engelbert Reineke


Drogenkonsum auf Spielplätzen wird immer krasser
In einigen Bundesländern, unter anderem in Bayern ist es gesetzlich vorgeschrieben, eine sogenannte Sperrstunde einzuhalten. Hiermit ist die Uhrzeit gemeint, meist zwischen 05:00 und 06:00 Uhr morgens, in welcher Gaststätten ihren Betrieb pausieren müssen. Danach darf dann wieder fleißig weiter gefeiert werden. Uns stellt sich da erstmal die Frage, warum soll eine super Party für eine Stunde unterbrochen werden, wenn die Feierlichkeiten in dieser Zeit sowieso nicht enden?

Na ja, diese Stunde soll zur Sicherung der Nachtruhe dienen. An sich ist die Idee dahinter ja gar nicht mal so schlecht. Was dabei nicht bedacht wurde ist, dass die meisten Leute in dieser Zeit nicht nach Hause gehen möchten und weiter feiern. Doch wohin, wenn in der Nähe des Clubs nicht viel geboten ist? Na klar, ab zum Spielplatz! Box mitnehmen, genug Platz ist auch vorhanden und weiter geht’s! Dass die kleinen Raves auf den geliebten Kinderspielstätten immer populärer werden, ist nun ein gewaltiges Problem für Stadt und Polizei. Der Lautstärkepegel ist enorm, die Anzahl der Partypeople wird immer höher und die Drogenüberreste liegen am Ende am Boden, wo sie von nichtsahnenden Kindern aufgehoben werden. Finden wir nicht so cool und hoffen daher auf eine baldige Abschaffung der Sperrstunde. Doch nicht nur die Tanzpause ist für Konsumierende ein Grund, sich auf ihren nächtlichen Exkursionen an Spielplätzen oder Parks auszutoben. Immer mehr Fixer lockt es zu den einst fröhlichen Orten. Grade im Berliner Stadtteil Neukölln ist der Untergrund laut der Berliner Morgenpost mit Spritzen übersäht. Zahlreiche Dealer und Konsumenten verrichten dort ihre Geschäfte, wo Familien mit ihren Kindern spielen. Anwohner beklagten, dass sie regelmäßig den Platz absuchen müssen, bevor sie ihre Lieblinge dort spielen lassen können. Nicht so viel Glück hatte eine Fünfjährige im Berliner Ortsteil Kreuzberg, sie ist in eine Spritze mit HIV-infiziertem Blut getreten. Und das ist nicht der einzige Fall! Wir bitten euch, liebe Technofans, verbringt eure Partypausen doch woanders. Vielleicht bei McDoof…