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Blickt man auf die Geschichte unserer elektronischen Szene und deren Musik zurück, braucht man nicht lange, um zu den Wurzeln in Detroit zu gelangen. Aber auch Berlin gehört mit seinem Sound und seinen Protagonisten zu den wichtigsten und prägendsten Spots dieser Kultur. Pierre Deutschmann widmet sein neues Album beiden Metropolen. Auf „Betroit“ ehrt er die einflussreichen Städte und beweist, warum er zur Riege der Künstler gehört, die nicht nur mit dem Strom schwimmen.

„Über Detroit müssen wir nicht lange reden – da kommt nunmal der originale Techno her. Und selbstverständlich hat mich Detroit Techno über die Jahre hinweg sehr beeinflusst. Da ich selbst in Berlin wohne, bedeutet diese Stadt natürlich alles für mich. Ich liebe Berlin, mit allem was mir hier geboten wird, und das ist natürlich einiges.“ Schaut man sich das Tracklisting an, stellt man fest, dass der erste bzw. letzte Track den Titel „Detroit“ bzw. „Berlin“ trägt. So vermutet man auf Anhieb eine Art Soundreise. Mitnichten, wie Pierre erklärt: „Das Tracklisting war für mich nicht einfach, denn genau eben diese Reise wollte ich vermeiden, das man soundtechnisch in Detroit beginnt und im etwas moderneren Berlin endet. Mir war es wichtig, dass der Zuhörer beim Durchhören insgesamt ein solides Technoalbum präsentiert bekommt. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist.“ Mit XLR1507 und k:lender betreibt der Hauptstädter zwei eigene Imprints. Erscheinen wird der Longplayer dennoch auf dem in Köln beheimateten BluFin Records. „Für solch ein großes Projekt waren meine beiden Labels schlichtweg nicht geeignet. Wenn du auf der Ebene ein Release planst, brauchst du ganz klar einen starken Partner an deiner Seite. Mit BluFin arbeite ich jetzt schon sehr lange zusammen, habe mich dort immer wohl gefühlt, und Andrea weiß eben ganz genau, was man machen muss, um ein Album zu promoten . Die Entscheidung lag für mich somit auf der Hand.“

Mit „Emphasis“ ist bereits die erste Singleauskopplung des 15-Track-Albums erschienen. Darauf gibt es Remixes von DJ Emerson, Dubspeeka und Drumcomplex & Roel Salemink zu hören. Insgesamt benötigte er rund ein halbes Jahr für die Produktionsphase und experimentierte dabei mit einigem analogen Equipment. In den kommenden Wochen – nach dem Release am 13. September – wird Deutschmann auf Albumtour gehen, auf dem er seine Fusion aus oldschooligen Elementen mit zeitlosen, modernen Parametern zum Besten gibt. „Der Sommer in diesem Jahr war für mich einer der besten, die ich seit über zehn Jahren hatte. Ich habe mir tatsächlich mal erlaubt, alles etwas ruhiger angehen zu lassen. Anstatt ständig Releases rauszuhauen und zu produzieren wie ein Wilder, habe ich mich stattdessen im Studio viel mit analogen Sounds beschäftigt, mal alles auf Vordermann gebracht, was an Sachen so rumlag, die erledigt werden mussten usw. Jetzt ist der Kopf wieder frei, und ich freue mich auf ein technoreiches 2014.“

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