
Am kommenden Wochenende sollte auf dem Stöllner Gollenberg eines der größten Tanz- und Musik-Festivals in Brandenburg beginnen. Doch daraus wird nun nichts. Nachdem die Veranstalter Ende Juni das viertägige Event abgesagt hatten mit dem Statement ,Aufgrund fehlender Ticketverkäufe können wir das Festival nicht vorfinanzieren. „Wir haben alles versucht, um die Situation zu ändern, aber heute müssen wir feststellen, dass wir unseren finanziellen Verpflichtungen zur Ausrichtung des Festes nicht nachkommen können“, sieht es nun so aus, als blieben die Ticket-Käufer auf ihren Kosten sitzen.
Aber gehen wir noch einen Schritt zurück.
Bis 2024 hatte auf dem Flugplatzgelände das beliebte Antaris-Festival stattgefunden. Nach Unstimmigkeiten mit der Gemeinde Gollenberg hatten die Antaris-Macher für 2025 eine Auszeit angekündigt. Im März diesen Jahres starb zudem der Antaris-Gründer Uwe Siebert nach langer Krankheit. Wir hatten HIER darüber berichtet.
Im Frühjahr dieses Jahres verkündeten die niederländischen Veranstalter des Psy-Fi-Festivals überraschend, den Stollenberg für ihr Event nutzen zu wollen.
Bis zum späten Donnerstagnachmittag (26. Juni) war es auf der Psy-Fi-Internetseite noch möglich, Tickets für das vom 9. bis 13. Juli angesetzte Festival zu erwerben. Am Abend dann teilten die Veranstalter auf der Facebook-Seite mit, dass auf dem Gollenberg in diesem Sommer nicht getanzt wird. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, hielten sich hartnäckige Gerüchte über eine Absage schon etwas länger. Doch selbst Rhinows Amtsdirektor Jens Aasmann war bis zum späten Donnerstagnachmittag vom Veranstalter noch nicht über die Absage informiert worden. Das Ganze hat einen sauren Beigeschmack und viele Ticketkäufer sprechen in den sozialen Medien von ‚Betrug‘.
Denn ob und wie die Ticketkäufer aber auch die externen Dienstleister, die finanziell in Vorleistung gegangen sind, Geld zurück erhalten, steht in den Sternen.
„In den kommenden Tagen werden wir unsere finanzielle Situation bewerten und versuchen, den besten Weg nach vorne und einen Weg zu finden, um alle Beteiligten zu entschädigen“, heißt es in dem Facebook-Statement der Veranstalter. Und weiter: „Wir werden jedoch nicht in der Lage sein, alle vollständig zu entschädigen.“
Quelle: MAZ

Und hier gibt es noch mehr ‚Goa’…