
Sam WOLFE ist einer der aufstrebenden Techno-Newcomer der Stunde – mit Potenzial zu einer zentralen Figur der Szene. Er arbeitete bereits mit Künstlern wie Cosmic Boys und Danny Avila zusammen und lieferte den Lead-Track zur ersten Compi-Veröffentlichung auf dem Label von Space 92. Kurz vor seinem Auftritt im Londoner Drumsheds und seiner aktuellen Single-VÖ haben wir Sam ein paar Fragen zum Kennenlernen gestellt.
Sein erstes Release, die zwei Track-EP „Triangulum“ veröffentlichte Sam WOLFE im Jahr 2020. Seitdem ging es für den US-amerikanischen Künstler, trotz Covid-19-Pandemie, steil bergauf.
Sam WOLFE produziert eigentlich Underground Techno – den er erfolgreich auf die großen Bühnen brachte und bringt – etwa diese Woche ins Drumsheds nach London, einem der größten und beliebtesten Clubs für elektronische Musik weltweit.
Sam WOLFE während einer seiner bisherigen Gigs in Europa:
Die Liste an Kollabo-Partnern, unterstützenden Artists und Labels, auf denen Sam schon releast hat, ist beeindruckend.
Renommierte Labels wie Reinier Zonnevelds Filth on Acid, Hardwells Revealed, Umeks 1605, John Summits Experts Only, Black Hole Recordings aus den Niederlanden oder auch Purified aus der Schweiz veröffentlichten Tracks von Sam WOLFE.
Zusammengearbeitet hat Sam bereits mit Künstlern wie UMEK, Cosmic Boys, Teenage Mutants oder T78.
Dabei entstanden Tracks wie „Luna“ (mit den Cosmic Boys) oder auch „YES B!TCH“. Letzterer war der Lead-Track von Mission, der ersten Compilation auf TAKEOFF, dem Label des französischen Produzenten Space 92.
Der 2024 erschienene Track entstand mit Danny Avila und HNTR und zählt 7,2 Millionen Streams auf Spotify. Insgesamt erreicht Sam WOLFE 240 000 Hörer auf globaler Ebene pro Monat. Seine Tracks dominieren regelmäßig die Top zehn der Beatport-Charts.
„YES B!TCH“ von Sam WOLFE, Danny Avila, HNTR und Rome Fortune:
Die Swedish House Mafia, Adam Beyer, John Summit, Tiësto, Solomun, Dom Dolla, Fisher und viele andere unterstützten die Werke und Auftritte des aufstrebenden Artists.
Alle diese Connections und Supports öffneten Sam WOLFE das Tor zu Europa, dem Ort, an dem elektronische Musik nach wie vor am populärsten und etabliertesten ist, wenn auch Amerika in den letzten Jahren ordentlich aufgeholt hat – wofür Sam exemplarisch steht.
Inzwischen hat Sam Headline-Auftritte von Sydney bis New York. Pünktlich zum Release seiner neuen Single „Fake Friends“ und seinem Auftritt zu Resistance im Drumsheds in London, haben wir Sam ein paar Fragen gestellt. Yes, Bitch!
Hi Sam, wie geht es dir? Könntest du dich bitte kurz vorstellen? Was machst du im Bereich der elektronischen Musik?
Hallo, schön dich kennenzulernen – mein Name ist Sam Wolfe, und ich bin ein Techno-Produzent aus Atlanta, Georgia, USA. Ich hatte das Glück, schon mehrmals in Deutschland spielen zu dürfen, deshalb freue ich mich, heute mit euch sprechen zu können.
Was ist dein Hintergrund? Wo bist du aufgewachsen? Was hat dich geprägt, auch musikalisch?
In den Staaten verfolgte ich elektronische Musik seit 2009, als EDM und Dubstep die großen Trends waren. Doch im Laufe der Zeit haben sich auch meine Geschmäcker entwickelt. Ich habe die Wurzeln von Techno kennengelernt und angefangen, diese zu schätzen. Stilistisch habe ich das, was ich früher mochte, in etwas Modernes integriert – etwas, das heute als Erwachsener mit mir in Resonanz geht.
Wie bist du dorthin gekommen, wo du jetzt stehst?
Harte Arbeit, viel Produzieren, oft präsent sein, auch wenn ich keine Lust hatte, viele Rückschläge (ohne mich von ihnen runterziehen zu lassen), viel Netzwerken und viele Gigs haben mich dorthin gebracht. Ich habe jede Gelegenheit genutzt, um vor Menschen aufzutreten und ihnen zu zeigen, wie ich spiele – denn genau dort fühle ich mich am lebendigsten und am wohlsten: vor einem Publikum, wenn ich performe.
Wie würdest du deinen eigenen Sound und deine Sets beschreiben?
Heutzutage, denke ich, hat sich moderner Techno in zwei Kategorien gespalten – sehr harter Techno, den manche schon Hardstyle nennen würden, und sehr grooviger Techno, den viele einfach Tech-House nennen. Der Peak-Time-Sound von 2020 bis 2023 hat sich stark verändert. Ich persönlich tendiere mehr zur groovigen Seite, bei der ich mir meine Lieblingselemente aus dem Tech-House herausnehme – ihnen aber trotzdem diesen Techno-Kick und die Bassline mitgebe, mit genau der richtigen Energie und Schärfe, die ich persönlich brauche.
Deine neue Single heißt „Fake Friends“. Du hast den Track zunächst nicht veröffentlicht, obwohl du ihn oft live gespielt hast – jetzt gibt es aber eine neue Version. Warum? Und wie bist du an die Bearbeitung herangegangen? Was ist das Ergebnis und was die Bedeutung des Tracks?
Dieser Track ist ein gutes Beispiel für das, was ich gerade beschrieben habe: Er hat 2023 funktioniert, aber er brauchte ein frisches Update – also habe ich die Bassline und die Drums geändert und ihm mehr Groove gegeben. Jetzt habe ich mich wieder in ihn verliebt. Er passt perfekt zum neuen Label von Space 92, weil er immer ziemlich schnelle BPM-Zahlen hat, im Vergleich zu dem, was andere DJs derzeit spielen. Trotzdem klingt der Track sowohl langsamer als auch schneller abgespielt immer noch gut, und deshalb bin ich mit dieser neuen Version sehr zufrieden. Der Titel hängt mit dem Vocal-Sample zusammen – es ist britischer Slang, der eigentlich „which ends“ sagt, im Sinne von „aus welchem Viertel kommst du?“ Und wenn du dich dabei fake verhältst, dann passt das hier nicht rein – diese Energie braucht keiner. Mir gefällt die unterschwellige Botschaft zusammen mit den Synths – alles fügt sich zu einem kraftvollen Gesamtbild zusammen, und ich hoffe, dass meine Freunde und Fans genauso viel Freude daran haben wie ich. : )
Vielen Dank für das Interview!

Hier könnt ihr euch „Fake Friends“, die aktuelle Single von Sam WOLFE, sichern:
„Fake Friends“ ist am 26. September 2025 via TAKEOFF erschienen.
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