Quellcode veröffentlicht: Behringer arbeitet an Hardware-Sequencer mit Open Source

Behringer hat mit IGNITE einen neuen Hardware-Sequencer vorgestellt, dessen Software bereits vor der Markteinführung öffentlich zugänglich ist. Der Hersteller hat den Quellcode auf GitHub veröffentlicht und ermöglicht Entwicklern damit, eigene Anpassungen und Erweiterungen vorzunehmen.

IGNITE soll über 64 Spuren verfügen und musikalische Abläufe in Songs, Scenes, Tracks und Patterns organisieren. Vorgesehen sind unter anderem Echtzeitaufnahme, verschiedene Bearbeitungsfunktionen sowie individuell konfigurierbare Tonleitern.

Zur Ausstattung gehören ein großflächiger Touchscreen, 16 Step-Taster mit eigenen Drehreglern und acht weitere Encoder. Hinzu kommen fünf MIDI-Anschlusspaare, USB-Host-Anbindungen für bis zu fünf Geräte, WLAN sowie jeweils acht CV- und Gate-Ausgänge zur Steuerung analoger Synthesizer und Modularsysteme. Eine interne Klangerzeugung nach General-MIDI-Standard ist ebenfalls vorgesehen.

Open Source als neue Entwicklungsstrategie

Mit IGNITE baut Behringer seine Aktivitäten im Open-Source-Bereich weiter aus. Bereits für die angekündigte Groovebox KICK hatte das Unternehmen den Softwarecode veröffentlicht.

Erst kürzlich stellte der Hersteller außerdem seinen ersten Standalone-DJ-Controller in Aussicht. Das bislang nur als Entwurf gezeigte Gerät trägt die Bezeichnung „ANIMA“ und soll ebenfalls auf einem offenen System ohne proprietäre Herstellerbindung basieren. Als angestrebten Verkaufspreis nannte Behringer 300 bis 400 US-Dollar.

Der gemeinsame Ansatz: Anwender und unabhängige Entwickler sollen die Software der Geräte selbst verändern und um neue Funktionen ergänzen können. Bei IGNITE sind dafür bereits Teile der Anwendung, die Audio-Engine und das zugrunde liegende Linux-System öffentlich verfügbar.

Wann IGNITE auf den Markt kommt und wie viel das Gerät kosten wird, ist noch offen. Auch für den angekündigten DJ-Controller liegt bislang kein Veröffentlichungstermin vor.

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