Radio Slave holt zum Rundumschlag gegen die Techno-Szene aus

Radio Slave holt zum Rundumschlag gegen die Techno-Szene aus


Ist der britische Produzent und DJ Matt Edwards aka Radio Slave jetzt frustriert oder hat er sich über die Feiertage ein wenig Zeit genommen und reflektiert? Diese Frage könnt ihr euch selbst stellen. Sicher ist, dass die ‚Neujahrsansprache‘ von Radio Slave für viel Gehate sorgen wird. Der Brite, der das Label Rekids führt, hat seine Neujahrsbotschaft mit einer ‚Anleitung‘ kombiniert, die helfen soll, professioneller DJ zu werden.

Was er aktuell von der Szene hält, zeigt sich schon in Punkt 1: Man sollte zuerst einmal sicherstellen, ein wirklich guter Lügner zu sein. Denn das sei zwingend notwendig und es habe keinen Sinn weiterzumachen, wenn man nicht lügen könne. Uff. Starker Tobak? Oder die Wahrheit?

Und weiter geht es: Wichtig ist der Umzug nach Berlin und das Anfreunden mit einem einflussreichen DJ, Club Promoter oder Plattenladenbesitzer. Seine Hauptaussage: Es ist nicht entscheidend, was du weißt, es ist entscheidend, wen du kennst. Nun gut, das ist jetzt nicht wirklich etwas Neues. Aber der nächste Punkt zeugt von Verbitterung.

Durch die neuen Freunde sollte man sich einen Underground-Ghost-Producer suchen, der einem eine EP auf den Leib und den Markt zuschneidert. Außerdem: Stell auch sicher, dass du dem Produzenten genügend Geld zahlst, damit er er die Klappe hält oder eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet.

Ach ja, weitere Kernaussage: Es ist nicht wichtig, Deejayen zu können, um DJ zu sein.

Was wir auch noch ganz gut finden:
Du schickst dein erstes Plattenlabel zum Teufel und gehst zu einem größeren.
Du wirfst deine erste PR-Agentur raus und gehst zu einer größeren.
Und zu diesem Zeitpunkt bist du wahrscheinlich schon bei deinem zweiten DJ-Booker.

Du zeichnest die ‚Konfetti-Momente‘ deiner Gigs auf Video auf, und jeder denkt, du bist cool.

 

Seinen gesamten Post findet ihr hier:

Sein US-amerikanischer Kollege DJ Sneak ist ebenfalls bekannt dafür, kein Wort vor den Mund zu nehmen, obwohl dies manchmal Sinn machen würde. Hier disst er junge Produzenten.

Und hier gibt es noch mehr Beef:
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