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In unserer Juli-Ausgabe testen wir den neuen Rotary-DJ-Mixer von RANE, den MP2015 ausführlich auf drei Seiten. Hier ein Vorgeschmack auf das Urteil unseres Technik-Redakteurs.

Feierstarter

Rane MP2015

Sie sind eine Ausnahme im Mixerbereich. Und speziell bei Housern so sagenumwoben wie begehrt: Rotary-Mixer. Sie stehen im Ruf, außerordentliche Premium-Produkte von Premium-Herstellern zu sein, die Ihren Fader-Kollegen klanglich weit überlegen sind. Bereits seit 1999 mischt der US-Hersteller Rane mit dem Modell MP2016 erfolgreich in diesem Nischensegment mit: Einem modernen Rotary-Geschöpf, das Legenden wie dem Bozak CMA 10-2DL und Urei 1620 nachempfunden ist. Interessant zu wissen: Der Rane MP2016 ist in aktualisierter S-Version bis zum heutigen Tage erhältlich. Ein für ein DJ-Produkt ungewöhnlich langer Lebenszyklus, der auf die zeitlose Qualität des Mixers deutet. Dennoch legt Rane dieser Tage das neue Rotary-Modell MP2015 nach. Dieses ist zweifellos an das Vorgängermodell angelehnt. Unterscheidet sich aber davon in vielerlei Hinsicht auch grundlegend. So ist der Verbau von zwei getrennten Soundkarten, ähnlich den großen Rane Sixty-Modellen, nur ein Highlight des 4+1-Kanalmixers.

Warum überhaupt Rotary?

Der Umgang mit einem Rotary-Mixer erfordert zweifellos Übung. Vor allem, wenn man bislang nur Fader-Kisten unter den Fingern hatte. Dabei stand historisch gesehen der Rotary-Mixer am Anfang der DJ-Kultur. Zwar wurde der erste Stereo-Fader-Mixer namens „Rosie“ ebenfalls bereits Anfang der 70er von Alex Rosner entwickelt. Der Bedarf nach schnellen Kanalwechseln und Techniken wie Cuts und Joggling kam aber erst Mitte der 70er unter anderem mit den HipHop-Godfathern EdHerc und Grandmaster Flash auf. In den großen Diskotheken New Yorks wie dem Studio 54 oder Limelight war seiner Zeit ein anderer Sound bestimmend: Disco. Eine Musik, bei der sanfte Übergänge gefragt waren. Und da die DJs zumeist aus dem Radiobereich kamen, waren Sie mit dem Drehregler-Prinzip blind vertraut. Zumeist mit einem integrierten Preamp ausgestattet, wurde das Rotary-Prinzip einfach in die Clubs übertragen. Hier muss zwangläufig wieder der eingangs erwähnte Name Bozak fallen. Denn die ebenso high-end klingenden wie horrend teuren Modelle von Rudy Bozak wurden zum DJ-Mixer-Standard in den In-Diskotheken Amerikas. So gilt das 1971 zusammen mit Alex Rosner entwickelte Modell CMA 10-2DL als erster waschechter DJ-Mixer. Von hier aus ist der Sprung zur zweiten Rotary-Legende Urei 1620 nicht mehr weit. Denn nachdem Tony Bozak verstorben war und seine Company die DJ-Linie nicht mehr weiter verfolgte, übernahm Soundcraft unter dem Brand Urei das Konzept des CMA 10-2DL. Wenn man so will, ist der Urei 1620 somit der erste DJ-Mixer-Clone der Geschichte. In verfeinerter und modernisierter Form dann wiederum herausgebracht von Rane im Jahre 1999.

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Der Disco-Bezug macht jedenfalls auch deutlich, warum das Rotary-Prinzip gerade im stilverwandten House-Bereich noch immer beliebt ist: Es erlaubt extreme lange, feinfühlige Übergänge ohne Klangeinbußen. Aber das Feingefühl muss der DJ auch zweifellos in den Fingern haben. So bleibt der Rotary ein Lieblingstool für Könner und Connaisseure. Natürlich auch aufgrund des Preises.

Den kompletten Test lest ihr nur in der Juli-Ausgabe des FAZE Magazins.


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