Dass es in Münster regelmäßig Demonstrationen gibt, ist nicht unüblich. Jedoch fällt ein für den 10. April terminierter Protest ins Auge. So wollen die Verantwortlichen der Club- und Veranstaltungsbranche mit dem Slogan #dontforgetus auf die aktuell problematische Situation aufmerksam machen. Das Ganze soll als Demonstrationszug aufgezogen werden, der untermalt von einem dreistündigen Musikprogramm, das aus einer PA eines vorausfahrendes LKWs ertönen wird, am Aasee in Münster Fahrt aufnehmen soll.

Laut einer Polizeisprecherin sei die Demo zwar angemeldet, allerdings werde noch untersucht, wie weit die Kundgebung nach den Vorstellungen des Organisators Arnoldas Praudzinskas durchgeführt werden kann. Der ausgebildete Altenpfleger, der nebenberuflich in der Event-Branche tätig ist, gab folgendes Statement ab: „Wir wollen an die Szene erinnern und fordern Gleichberechtigung. Wir sind nicht gegen irgendwas, wir wissen, dass man im Moment nichts machen kann. Aber wir sind hier und wir warten, bis es wieder geht“. Auch wenn die Aktion „auf keinen Fall eine Rave-Party“ werden soll, lautet der Plan, mit voller Lautstärke daran zu erinnern, dass Clubs und musikalische Events aktuell untergehen.

„Eigentlich wollten wir das Ganze als normale Veranstaltung anmelden, aber das geht nicht. Das wird nicht wie eine normale Musikveranstaltung sein.“ Praudzinskas habe 50 Ordner organisiert, damit diese sicherstellen, dass Social-Distancing-Regeln eingehalten werden und alle Teilnehmer*innen sich an die Maskenverordnung halten. Er argumentiert hierzu: „Bei Fridays for Future waren Tausende da, und es hat auch alles gut geklappt“

 

Update: Uns wurde mitgeteilt, dass die geplante Demonstration in Münster am 10.April vorerst abgesagt bzw. verschoben ist. Weitere Informationen folgen.

 

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Quelle: Westfälische Nachrichten