
Die kostenlose Techno-Reihe „Berlin Beats“ am Hamburger Bahnhof sorgt für Kritik aus der Clubszene.
Tresor-Gründer Dimitri Hegemann und Marcel Weber von der Clubcommission Berlin werfen dem Museum vor, von der Technokultur zu profitieren, ohne die lokale Szene ausreichend einzubeziehen.
Im Sommer 2026 kamen an zwölf Donnerstagabenden rund 65.000 Menschen zu den Raves. Insgesamt verzeichnete die Reihe in vier Jahren etwa 250.000 Gäste. DJs wie Ben Klock und Ellen Allien standen bereits auf dem Programm.
Allien begrüßt das kostenlose Angebot, das neue Zielgruppen für Techno und das Museum erreichen könne. Hegemann kritisiert dagegen die Konkurrenz zu Clubs, die mit hohen Personal- und Energiekosten kämpfen.
Während der Tresor an einem Donnerstag rund 110 Beschäftigte bezahlen müsse und 15 Euro Eintritt verlange, sei der Zugang vor dem Museum kostenlos. Auch Weber bemängelt, dass Clubs bei der Programmgestaltung bislang kaum einbezogen worden seien.
Der Hamburger Bahnhof betont, dass die Reihe vollständig privat finanziert werde. Zudem verweist das Museum auf die Verbindung von bildender Kunst, Performance und Musik als festen Bestandteil seines Programms.
An Veranstaltungstagen können Gäste bis 20 Uhr auch die Ausstellungen besuchen. Die Kritiker fordern keine Einstellung der Reihe, sondern eine stärkere Zusammenarbeit. Hegemann schlägt einen freiwilligen Solidaritätsbeitrag von zwei bis drei Euro vor.
Weber regt an, Berliner Labels und Newcomer einzubinden und Besucher auf anschließend geöffnete Clubs hinzuweisen. Das Museum prüft nach eigenen Angaben, wie die Clubkultur künftig stärker im Programm vertreten sein kann.
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Quelle: Berliner Zeitung
Foto: JasonParis via Flickr
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