Schießereien und Waffenlager: Legendäre Disco in Hamburg soll verkauft werden

Foto: MANDY KORCH Immobilien GmbH

In den 1960er-Jahren war es der Tanzpalast Fürstenhof, später unter dem Namen Palladium eine der bekanntesten Diskotheken Hamburgs – seit fast 30 Jahren aber liegt das Gebäude an der Bramfelder Straße still. Nun soll das Areal verkauft werden.

Die Disco wurde 1996 geschlossen, nachdem es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen rund um den Club gekommen war. In einem Fall stießen Ermittler sogar auf ein umfangreiches Waffenlager im Umfeld. Die Behörden entzogen daraufhin die Betriebsgenehmigung, seitdem ist es ruhig auf dem mehr als 1.000 Quadratmeter großen Grundstück.

Zwischenzeitlich gab es zwar Pläne für eine Wiederbelebung. 1998 übernahm der Spielhallenbetreiber Rolf Mahnke das Gebäude, investierte nach eigenen Angaben mehrere Millionen in Dach, Tanzfläche und Tiefgarage. Doch die Auflagen waren streng: Eine Genehmigung habe nur für 250 Gäste pro Abend gegolten. „Dafür ist der Laden viel zu groß, die paar Besucher würden sich in dem riesigen Komplex verlaufen“, sagte Maklerin Mandy Korch gegenüber BILD. Auch Mahnkes Idee, Wohnungen auf dem Gelände zu errichten, scheiterte.

Foto: MANDY KORCH Immobilien GmbH

Heute gilt das ehemalige Palladium als Lost Place. Mahnke möchte sich nun von der Immobilie trennen. Über den Kaufpreis gibt es keine offiziellen Angaben, Schätzungen zufolge könnte der Wert jedoch im Millionenbereich liegen.

Maklerin Korch sieht Chancen für eine künftige Nutzung: „Es fehlt in dieser Gegend so ein großer Saal. Der wäre super etwa für Hochzeiten geeignet“, erklärte sie gegenüber BILD. Ob die Immobilie nach Jahrzehnten des Stillstands tatsächlich eine neue Bestimmung findet, bleibt abzuwarten.

Anfragen zum Objekt können an MANDY KORCH Immobilien GmbH gerichtet werden.

Quelle: MOPO, Bild

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