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Manchmal hat man als Musik-Journalist Privilegien, für die würden andere viel Geld zahlen. Gestern zum Beispiel. Gestern war so ein Termin, den jeder Schillerfan gerne selbst wahrgenommen hätte. Ich als Schiller-Enthusiast durfte dabei sein, als Christopher von Deylen alias Schiller live, persönlich und mit einem interessanten, 60-minütigen Filmzusammenschnitt sein neues Album „Morgenstund“ vorstellte und über die bevorstehende Tournee plauderte.

Aber der Reihe nach.

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Köln, 20. Februar 2019, 20:25 Uhr, Aachener Straße, ein In-Treffpunkt im Belgischen Viertel von Köln:
Vor dem Salon Schmitz steht ein großer Werbebanner mit „Morgenstund“-Logo. Hände, in gelbe Farbe getaucht, auf weißem Grund. Hier ist der Eingang zu einer kultigen Location in der Belle Etage des Altbaus aus der Jahrhundertwende. Oben im ersten Stock werden wir mit Kölsch, Wein, Wasser & Co. empfangen. Ist schon gut was los. Schätzungsweise 30 bis 40 Leute tummeln sich in loser und lockerer Runde, stehen zu zweit oder in kleinen Grüppchen zusammen und plaudern. Es sind da: Medienvertreter, Kooperationspartner, Mitarbeiter der Plattenfirma, Redakteure und Journalisten. Vorerst Smalltalk. Businesstalk. Talks über „Schiller“nde Ereignisse, die bevorstehen. Kurz darauf kommt Christopher auf mich zu. Begrüßung und Freude, dass wir da sind. Wir haben uns vor knapp zwei Wochen kennengelernt, als ich bei den Proben zur „Es werde Licht“-Live-Tournee zu Gast sein durfte – kurze Anmerkung: Einen ausführlichen Bericht darüber findet ihr in der Coverstory der FAZE-März-Ausgabe.

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Nach einem kurzen Plausch mischt sich Christopher unters Volk. Wir tun es ihm gleich. Kurz nach 21 Uhr dann bittet Schiller in den Nebenraum, wo ein Flatscreen aufgebaut ist. Am großen Roundtable versammelt sich die Gästeschar. Wer sich keinen Platz ergattern kann, nimmt ganz relaxt auf dem alten, knarzenden Holzboden Platz.
Christopher greift zum Mikrofon und sendet Grüße in die Runde. Dann erzählt er, wie sehr er sich auf die Tour freue, die im Mai beginnt und wie groß seine Begeisterung ist, dass am 22. März endlich das neue Album „Morgenstund“ erscheint. Nach ein paar warmen Worten: sanfter und absolut ehrlich gemeinter Applaus. Christopher nimmt Platz. Der Film startet.

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Es ist eine 60-minütige Reise durch die letzten zwei Jahre. Wir erfahren auszugsweise, welche Titel auf dem Album sind, wie – und noch viel spannender: wo! – sie entstanden sind, und welche Gastmusiker bzw. Kooperationspartner Christopher mit ins Boot holte. Wir begleiten ihn fiktional auf einem spannenden Weg, der uns bis nach Teheran führt. Wir sehen und hören musikalische Einblicke und Auszüge, tauchen mit ihm ein in die wunderbare Welt des sphärischen Klangs, sind dabei, wenn Christopher in den legendären The Farm Studios einige Titel aufnimmt. Die Studios, in denen die wichtigsten Alben von Genesis und Phil Collins entstanden. Wir sehen „Behind the Scene“-Ausschnitte aus den Tour-Vorbereitungen, lauschen beim Gespräch mit Giorgio Moroder und manchmal … manchmal läuft auch einfach nur die Musik eines neuen Schillerstücks auf einem Monitor mit Stillleben. Nach einer Stunde: The End.

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Beifall seitens der geladenen Gäste. Christopher bedankt sich, wünscht weiterhin einen schönen Abend und gesellt sich wieder unter die Anwesenden. Zwischendurch ein Selfie vor dem überdimensional groß aufgebauten „Morgenstund“-Cover. Das ein oder andere Mal auch ein Gruppenfoto. Christopher nimmt sich Zeit. Beeindruckend, denn welcher – sorry für den Ausdruck, den Christopher persönlich nicht gerne hört – „Superstar“ würde heutzutage noch an einer Veranstaltung teilnehmen, wenn nicht mindestens 2.000 Gäste kämen?!

20 Jahre Schiller. Man darf sich schon jetzt auf die Tournee freuen, denn – und das kann ich aus persönlicher Erfahrung berichten – diese Tour wird gespickt sein mit tollen Neu-Interpretationen alter Songs und natürlich mit vielen Titeln aus dem neuen Album.

Wie kurz erwähnt, gibt es in der März-Ausgabe des FAZE-Magazins eine große, sechsseitige Coverstory mit Schiller. Ich blicke hinter die Kulissen der Tourproben, führe mit Christopher ein ausführliches und hoch interessantes Gespräch und berichte von meinem fünfstündigen Aufenthalt vor Ort, während Christopher und das gesamte Band-Ensemble Titel verfeinert und verändert. Unten ist übrigens ein brandneues Video – direkt aus dem Proberaum. Unten findet ihr Links zu verwandten Titeln. Dort sind auch die Tourtermine aufgelistet.

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v.l.n.r.: Christopher von Deylen (Schiller), Sabine Arndt, Lukas Fritscher (FAZE), Torsten Widua (FAZE)

(C) Fotos @ Location: Torsten Widua

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