
Eine wilde Clubnacht mit Folgen: Eine schwangere Frau sucht nach dem Vater ihres erwarteten Kindes. Im Mai vergnügte sie sich in einem Hamburger Club mit einem Mann – mit diesem hat sie jedoch keine Kontaktdaten ausgetauscht. Kurzerhand wandte sie sich an die Location Frieda B. – dessen Besitzerin die Privatnachricht des Gastes online veröffentlichte.
Feierwütige Clubnächte können auch schon mal wilder zugehen. Im Fall des Gastes von Frieda B., einer jungen Frau, führte der Spaß jedoch zu Ernst: Sie ist schwanger. Den Vater kennt sie jedoch nicht. Auf der Suche nach dem Kindsvater schrieb die Besucherin, die am 16. Mai vor Ort war, die Location an – in der Hoffnung, dass der Club, der in St. Pauli unweit der Reeperbahn liegt, noch Fotos von diesem Datum haben könnte.
Club-Besitzerin Maren Dickers veröffentlichte die E-Mail der Frau jedoch prompt online – ohne bei der Verfasserin nachzufragen. Auf den sozialen Netzwerken des Clubs fragte das Frieda B., wer denn mit der jungen Dame „knickiknacki“ gemacht habe und Verantwortung übernehmen wolle – mit Screenshot der Mail. Wenigstens der Name der Urheberin wurde geschwärzt, der Vorname kursiert dennoch online. Der Post fand großen Anklang, viele Medien berichteten gerade darüber. Allerdings hinterließen einige Nutzer auch viele negative Kommentare darunter.
Die Urheberin habe die Vorgehensweise der Club-Besitzerin nicht besonders lustig empfunden. Für Betriebsleiterin Dickers, die schon 21 Jahre lang im Frieda B. arbeitet, gestaltete sich der Post witzig, jedoch mit persönlichem Hintergrund auch ernst. Sie „habe Tränen gelacht“.
Dickers erklärte gegenüber Focus Online, warum sie die Mail veröffentlichte: „In der E-Mail stand, dass eine junge Frau am 16.05. hier zu Gast war und hat uns gefragt, ob wir Fotos von dem Abend haben oder Kameraaufnahmen, weil sie sucht Bilder, auf denen ein junger Mann zu sehen ist, den sie hier an dem Abend kurz kennengelernt hat. […] Und ich habe diese Mail repostet. Natürlich habe ich ihren Namen geschwärzt und ihre E-Mail-Adresse und habe das auch ein bisschen lustig gemacht. Aber ich weiß auch, wie man auf sich aufmerksam macht“.
Der Hintergrund: Dickers selbst entstand durch einen solchen One-Night-Stand. Ihrer Mutter sei dasselbe im Jahr 1970 passiert. Die Club-Inhaberin erklärt, es handele sich folglich auch um ihre Lebensgeschichte. Dickers: „One-Night-Stands gibt es überall. Und es gibt viele Kinder, die ohne Eltern aufwachsen oder ohne zu wissen, wo sie herkommen. Und ich weiß, wie das ist“.
Quellen: Focus Online vom 24.08.25, Focus Online vom 25.08.25, Instagram-Seite des Frieda B.
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