
Zollfahndung und Bundespolizei haben in Ludwigsfelde südlich von Berlin ein mutmaßliches Drogenlabor entdeckt. Bei dem Einsatz in einer Lagerhalle waren nach Angaben der Behörden mehr als 200 Einsatzkräfte beteiligt, darunter schwer bewaffnete Spezialkräfte, Chemiker und eine analytische Taskforce zur Einschätzung möglicher Gefahrenstoffe.
Mehrere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen. Eine genaue Zahl nannte das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg zunächst nicht. Ermittelt wird im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach erster Einschätzung der Ermittler deutet der Aufbau auf mehrere Beteiligte hin, da für ein solches Labor Logistik und Fachwissen nötig seien.
Rund um die Halle wurde ein Sicherheitsradius von 30 bis 40 Metern eingerichtet. Spezialisten in Schutzanzügen sicherten Spuren, während Chemiker die gefundenen Substanzen untersuchten. Welche Stoffe und Mengen dort gelagert oder hergestellt wurden, war zunächst unklar. Die Durchsuchung sollte am Donnerstag fortgesetzt werden.
Vergleiche mit der großen Drogenrazzia in Nauen im Oktober 2025 weisen die Behörden zurück. Damals waren rund 100 Kilogramm fertige Drogen, 200.000 Euro Bargeld und zahlreiche Chemikalien sichergestellt worden. Ludwigsfelde erreiche nach bisheriger Einschätzung nicht diese Dimension, ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen bestehe nicht.
Quelle: Tagesschau
Foto: Andreas Trojak via Flickr
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