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Schweres Feuer auf Rave-Party – über 30 Tote


Auf einer illegalen Warehouse-Party in Oakland/Kalifornien kamen am Wochenende mindestens 33 Personen ums Leben. Weitere werden noch vermisst.
Die Party, veranstaltet vom Label 100 % Silk, fand am Freitag Abend (Ortszeit) in einer Lagerhalle statt. Die Halle, „Ghost Ship“ genannt, wurde ohne Genehmigungen von Künstlern als Atelier und teilweise als kommunenähnliche Wohnstätte genutzt und war ohne jeglichen Brandschutz wie zum Beispiel Feuermelder und Sprinkleranlage ausgestattet.

Eine bislang unbekannte Ursache löste das Feuer aus. Hohe Flammen, dichter Rauch und das teilweise schon eingestürzte Gebäude erschwerten die Löscharbeit, bei der dutzende Feuerwehrmänner mehrere Stunden im Einsatz waren.

Auf der Party befanden sich zwischen 50 und 100 Gäste, darunter auch Teenager. Die Bergungsarbeiten gestalten sich nach wie vor sehr schwierig. Das Feuer hatte über mehrere Stunden gewütet und das Gebäude erheblich zerstört. Immer noch sucht die Feuerwehr mit Spürhunden und schweren Geräten nach weiteren Opfern.
Bisher konnte lediglich ein Fünftel der Lagerhalle nach weiteren Vermissten abgesucht werden.

Die Suche wird noch etwa 48 Stunden andauern. „Wir befürchten das Schlimmste und hoffen das Beste“, erklärte der Polizeibeamte Ray Kelly. Die Ermittler riefen Angehörige dazu auf, DNA-Proben von vermissten Freunden oder Familienmitgliedern bereitzustellen, um die Identifikation zu erleichtern. Die Behörden richteten Anlaufstellen für die Angehörigen ein, bei denen sie psychologisch betreut werden.

Traurige Randnotiz: Am 13.11. diesen Jahres wollten die Behörden die Lagerhalle inspizieren lassen und schickten einen Mitarbeiter dorthin, um nachzuschauen, ob dort gesetzeswidrig gewohnt wird. Niemand öffnete und der Inspektor ging wieder.

Die Ermittler sprechen von dem tödlichsten Brand derer Stadtgeschichte. Frühere Bewohner des Ghost Ship beschrieben die Halle als regelrechte Todesfalle mit wenigen Ausgängen, selbstgebauten Treppen, einem Wirrwarr aus elektrischen Kabeln und ohne Sicherheitsvorkehrungen. Im ersten Stock wurden Konzerte veranstaltet und hier fand auch der Rave am Freitagabend statt.
„Wenn man das Gebäude nicht kannte und zu einer Party ging, hatte man keine Ahnung von dem Labyrinth, durch das man musste, um wieder rauszukommen“, sagte eine Augenzeugin.

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