„Selten so viel Rotz gehört” – DJ Quicksilver feuert erneut gegen die Szene

Es ist keinen Monat her, da feuerte Orhan Terzi, besser bekannt als DJ Quicksilver, im Netz gegen selbsternannte DJ-Legenden. Wenige Wochen später legt er nun mit einem weiteren Rundumschlag nach. Grund seines Zorns: die Überflutung des Marktes durch in seinen Augen minderwertige Musik. Terzi sprach zudem über seinen Kollegen Andre Tanneberger alias ATB, der kürzlich das letzte Album seiner Karriere verkündete.

„Ich habe mir heute geschi**ene zwei Stunden Promos von verschiedenen Promotion Pools angehört, immer in der Hoffnung, ein paar gute Tracks zu erwischen.

Aber Pustekuchen! Selten so viel Rotz gehört, eine echte Qual!“ In seinem am gestrigen Freitag geteilten Post auf Facebook kommt der in Istanbul geborene DJ und Produzent gewohnt schnell zum Punkt und spart dabei nicht gerade an Kraftausdrücken. „Rotz“, „zugesch**en“, „am Ars** vorbei“, „Schrott”, „Körperverletzung”. Den Finger stets am Abzug, mokiert sich Terzi, aufgewachsen im Ruhrpott, über die Gier der Industrie auf das schnelle Geld ohne dabei Wert auf die Qualität der Musik zu legen.

Er schreibt: „Ich habe schnell gemerkt, dass die Industrie nur noch auf das schnelle Geld aus ist und auf anspruchsvolle, gute Musik schei**t. Musik ist zwar Geschmackssache, aber das, was man heutzutage von den  Pools bekommt, grenzt schon an Körperverletzung. Quantität statt Qualität!“

Als Konsequenz wolle er nun aus einigen Promo-Pools austreten. Seine Zeit sei ihm zu kostbar. „Wenn ich was für mich Gutes höre und haben möchte, kaufe ich es in den anbietenden Portalen und wenn das nicht geht, schreibe ich die Künstler persönlich an. Das haut meistens hin, denn die Künstler freuen sich, fühlen sich wertgeschätzt und schicken mir dann mit Freude die gewünschte Promo”, so der Interpret hinter Hits wie „Bingo Bongo“ und „Bellissima“.

Im Zuge seines Posts erwähnte Quicksilver auch seinen langjährigen Kollegen Andre Tanneberger, der vor wenigen Tagen das letzte Studioalbum seiner Karrierealbum angekündigte. Beide vertreten offenbar die gleiche Meinung. Terzi zitiert den als ATB bekannten Musiker dabei wie folgt: „In der heutigen Streaming- und Downloadwelt haben solche Konzepte leider keine wirkliche Chance mehr. In Zeiten von Skip Rates und Algorithmen ist Musik zu einem schnelllebigen Gut geworden und hat kaum noch Zeit, sich beim Hörer zu entwickeln.“

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