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Auch in diesem Jahr findet am ersten August Wochenende das Solar Weekend Festival in den Niederlanden statt. Vom 4. bis zum 7. August steht an den Maasplassen in Roermond die bereits zwölfte Ausgabe mit mehr als 300 Künstler an. Unter anderem dabei sind Scooter, Benny Rodrigues, Omar Souleyman, DJ Rush, Sam Paganini, Joris Voorn, Egbert und viele weitere.

Die musikalische Bandbreite reicht dabei von House und Techno über Dubstep, Drum & Bass, Hip-Hop bis hin zu Trance. Aber auch die Kunst stellt seit jeher einen wichtigen Teil des Solar Weekend Festivals dar.

Wie bereits erwähnt ist auch der Niederländische Künstler Egbert auf dem Programm der zwölften Ausgabe. Nach Gigs in Peru, Urugay oder Budapest stellt der Auftritt beim Solar Weekend ein willkommenes Heimspiel dar. Wir hatten die Möglichkeit Egbert vorab ein paar Fragen zu stellen:

Egbert, Dein Name erscheint oft zusammen mit Secret Cinema und ihr spielt auch sehr oft zusammen, genauso wie ihr oft zusammen produziert. Wie habt ihr beide euch getroffen und gemeinsam gestartet?

Ich habe seinen Sound immer geliebt und habe ihn damals als Kontakt bei MySpace hinzugefügt. Das war vor 10 Jahren. Und seit dem arbeiten wir nun also regelmäßig zusammen. Er ist echt ein super Typ und unser musikalisches Interesse ist fast identisch.

Du spielst ausschließlich live, warum nicht als DJ?

Seit 10 Jahren bin ich nun als Live-Act unterwegs und ich habe tatsächlich noch kein einziges DJ-Set hingelegt. Es reizt mich und motiviert mich immer neue Tracks zu kreieren.

Du bist auch auf unzähligen Festivals unterwegs. National sowie international und du triffst immer neue Leute. Sind Festival für dich generell gute Orte um Freunde zu finden oder generell um Leute kennenzulernen?

Das ist ein sehr großer Part in der ganzen Partyszene finde ich. Ganz interessant finde ich, dass bei Techno weltweit der selbe Vibe herrscht. Quasi ein gemeinsamer Nenner. Alle sprechen die gleiche Sprache: Techno.

Das Solar Weekend steht an. Das Festival bezeichnet sich als eines der kreativsten Festivals der heutigen Zeit. Da geht es nicht nur um die Musik, es ist auch ein Ort der Kunst, Kreativität und die Macher sind bemüht eine Art “andere Welt” zu kreieren. Was ist deine persönliche Meinung darüber, das Festivals heutzutage mehr sein wollen als ein Ort um Musik zu genießen?

Ich denke es ist großartig dem Besucher mehr zu bieten als nur Musik. Die Besucher sind meistens überrascht und das lässt sie Lächeln. Und Solar war schon immer sehr weit vorne mit kreativen Konzepten.

Wenn du auf einem Festival spielst, hast du dann überhaupt die Zeit die alles drumherum anzuschauen, das gesamte Event zu erleben, oder siehst du denn nur die Stage auf der du spielst?

Wenn ich auf einem Festival ankomme, dann stelle ich mein Equipment ab und schaue mir tatsächlich erstmal das gesamte Gelände an. Ich finde es für das Set das ich spiele wichtig, einfach auch um den richtigen Vibe zu bekommen. Normalerweise bleibe ich auch bis zum Ende des Festivals und hänge nur selten Backstage rum. Ich liebe Festivals einfach, viel mehr als Clubs muss ich zugeben.

Mal vom musikalischen Part aufgesehen, würdest du dich selber auch als kreative Person bezeichnen?

Ich war Grafikdesigner und habe an einer Kunsthochschule studiert. Von daher, ja, ich sehe mich selber als eine kreative Person – auch außerhalb des Musikbusiness. Bei meinem Album “Warm” habe ich z.B. die Namen der ersten 100 Vorbesteller in meinem eigenen “Egbert Font” ausgestanzt. Dafür nutzte ich eine spezielle Schneidemaschine die ich besitze. Ich liebe es mich kreativ auszulassen.

www.egbertlive.nl
www.solarweekend.com

Solar Weekend // 04.-07.08.2016 // Maasplassen Roermond, Roermond, Niederlande
Line-up: DJ Rush, Sam Paganini, Scooter, Boris Brejcha, Egbert, Fedde Le Grand, Roman Poncet, Michel de Hey, Cleric, Omar Souleyman, Man With No Shadow, Amelie Lens, Marco Faraone, Benny Rodrigues, Out Of Cookies, Childs Play, De Jeugd van Tegenwoordig, Ronnie Flex & Mr. Polka, Cairo Liberation Front, Dr. Lektroluv, Miss Kittin b2b Djedjotronic, Tommie Sunshine

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