
Die fünfte Ausgabe von „Rave The Planet“ ist am Samstag erfolgreich durch den Berliner Tiergarten gezogen.
Nach vielen Stunden in praller Sonne zogen Polizei und Feuerwehr eine positive Bilanz. Die Polizei sprach von einem „störungsfreien Verlauf“, während die Feuerwehr angesichts der hohen Temperaturen nur wenige medizinische Einsätze verzeichnete.
Zum Auftakt gedachten Tausende Teilnehmer mit einer Schweigeminute der Opfer des mutmaßlich islamistischen Anschlags am Rande des Berliner CSD (FAZEmag berichtete). Bei der Attacke am 25. Juli wurde eine Frau getötet, mindestens 31 Menschen wurden teilweise schwer verletzt.
Dr. Motte, Mitbegründer von „Rave The Planet“, rief bei der Auftaktkundgebung dazu auf, an Liebe zu denken. Eine Vertreterin des CSD-Vereins sagte: „Lasst uns mutig sein. Lasst uns Haltung zeigen. Jetzt erst recht“.
Die Techno-Parade stand unter dem Motto „Imagine Love“ und führte zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule über die Straße des 17. Juni. Die Initiatoren wollten damit für Frieden, Zusammenhalt und den Schutz der elektronischen Musikkultur eintreten.
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Timm Zeiss, Geschäftsführer von „Rave The Planet“, sprach von deutlich mehr als 200.000 Teilnehmern. In einer aktuellen Insta-Story ist von „Hunderttausenden“ die Rede.
Die Polizei bilanzierte nach den ersten Stunden einen „störungsfreien Verlauf“. Das zuvor ausgearbeitete Sicherheitskonzept habe sich bewährt, erklärte ein Sprecher. Es habe einzelne Straftaten gegeben, die unmittelbar verfolgt worden seien.
Insgesamt kam es laut Polizei zu fast 40 vorübergehenden Festnahmen. Weitere Angaben zu den einzelnen Fällen sind uns bislang nicht bekannt. Die Feuerwehr bewertete die medizinische Lage unterdessen als übersichtlich.
Bis zum späteren Abend waren nach Angaben eines Feuerwehrsprechers lediglich 14 Krankentransporte notwendig. Für eine Großveranstaltung dieser Größe und bei den herrschenden Temperaturen sei das sehr wenig gewesen.
Die Hitze hatte im Vorfeld als besondere Herausforderung gegolten. Temperaturen von bis zu 36 Grad wurden erwartet. Deshalb waren zusätzliche Maßnahmen zur medizinischen Versorgung und zur Abkühlung der Teilnehmer vorbereitet worden.
Die Polizei setzte einen Wasserwerfer ein und sorgte mit Sprühnebel für Abkühlung. Zusätzlich standen entlang der Route mehrere kostenlose Wasserstellen zur Verfügung. Im Großen Tiergarten wurden Bereiche zum Ausruhen und Abkühlen eingerichtet.
Auch ein Feuerwehr- und ein Sanitätsdienst des Veranstalters waren während der Parade im Einsatz. Die Maßnahmen ergänzten das umfangreiche Sicherheitskonzept, das nach dem CSD-Anschlag nochmals abgestimmt worden war.
Rund 1.500 Polizisten waren für den Einsatz vorgesehen. Unterstützung kam von Beamten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Außerdem sollten ein Polizeihubschrauber und Drohnen zur Überwachung eingesetzt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsmaßnahmen war ein abgestuftes Sperrkonzept. Kritische Punkte wurden durch Polizeifahrzeuge abgesichert, an anderen Stellen kamen schwere mobile Poller zum Einsatz.
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Am Morgen nach der großen Parade wurde im Berliner Tiergarten aufgeräumt. Zahlreiche Freiwillige kamen am Vormittag entlang der Paradenstrecke zusammen, um den Unrat einzusammeln, den Raver dort hinterließen. Zu dem „Cleanup Day“ hatten die Veranstalter aufgerufen. „Lasst uns zusammen diesen besonderen Ort ehren und dafür sorgen, dass er so sauber und lebendig bleibt wie die Techno-Community, die ihn liebt“, hieß es in dem Aufruf.
Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung (BSR) waren beim Aufräumen von Berufs wegen dabei. Im Vorjahr sammelte die BSR nach dem Techno-Spektakel 76 Kubikmeter Abfälle ein.
Quelle: RBB 24

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