Eröffnung_SMS2018


#WeareRobots hieß es bei der 22. Auflage des beliebten Festivals SonneMondSterne (SMS XXII) an der Bleilochtalsperre in Saalburg (Thüringen). Vom 10.–12. August konnten Fans der elektronischen Musik zu unterschiedlichsten Genres am See tanzen, feiern, singen.  Über 40.000 Gäste strömten zum Wochenende über das Areal in Saalburg. Das Festival war somit bereits zum zwölften Mal ausverkauft. Eine echte Ansage aus Thüringen.

Auch das Line-up hatte es in sich: Paul Kalkbrenner, Andhim, Richie Hawtin, Sven Väth, Boris Brejcha, Dirty Doering, Dominik Eulberg, Moonbootica, Nastia, Oliver Koletzki.  Natürlich gab es nicht nur Techno, sondern auch viele weitere Genres. Ob EDM, Goa, Drum’n’Bass oder House. Als Besucher hatte man oft die Qual der Wahl zwischen den Zelten. David Guetta, Hardwell, Neelix, Axwell Λ Ingrosso. Hier gaben sich die Stars aus unterschiedlichen Bereichen die obligatorischen Fader in die Hand. Insgesamt gab es neben den Headlinern über 240 weitere Acts – eine starke Zahl.

Den ersten „große Augen“ Moment gab es, als man über eine Bergkuppe in Richtung Saalburg-Ebersdorf fuhr. Der Stausee, an einer Seite komplett umringt von Zelten und Häusern. An dieser Kuppe hielten schon die ersten Autos – ein Foto musste her! Auf dem Campingplatz angekommen wurde man natürlich direkt begrüßt. Entweder mit einem Bier, oder durch eine Wasserpistole. Willkommen auf dem Festival! #WeareRobots.

Am Samstag gab es eine Meldung der Polizei, man solle auf bestimmten Zeltplätzen keinen Grill mehr nutzen. Brandgefahr! Zu Beginn des Festivals kam es wohl aufgrund der Trockenheit zu mehreren Bränden. Kurios: sogar ein Auto brannte auf dem Campingplatz ab. Bei einer Gaskartuschen-Explosion verletzten sich leider auch vier Personen, zwei davon schwer. Durch eine gute Organisation der Feuerwehr gab es die nächsten Flammen zum Glück nur vor der Mainstage – zu Dekozwecken, um der Crowd ordentlich einzuheizen. Dies war in der Nacht von Samstag auf Sonntag auch nötig. Bei circa 10° hat die Mehrheit des Publikums zu Jacke oder Hoodie gegriffen. Ganz mutige waren auch mit T-Shirt und Shorts unterwegs. Gerüchten zufolge hat man nach einem warmen Tag zum Abend hin die ein oder andere Frostbeule zittern sehen.

Yoga_SMS2018_TonyGünther

Vor dem eigentlichen Eingang gab es eine kleine Bühne mit DJ zum Einheizen. Diese Bühne, drumherum natürlich auch Getränkestände, konnte man auch ohne Ticket erreichen. Top! Der ein oder andere Einheimische kam hier sicher kurz auf einen Drink vorbei. Der Haupteingang war ein beliebtes Motiv für Selfies und Gruppenfotos. Ein groß beleuchtetes XXII zog die Blicke auf sich.

Auf dem Festivalgelände gab es natürlich auch allerhand zu entdecken. Man konnte einen großen Elch erklimmen, diverse feuerspuckende Statuen durchqueren, oder entspannt barfuß über den Sand in Richtung See laufen. Am Sandstrand selbst gab es eine Vielzahl an Liegeplätzen mit Sonnenschirm, und sogar einen großen Buddha, welcher zum chillen und meditieren einlädt. Am Samstag konnte man sogar aneinem Yoga-Kurs teilnehmen. Am Strand, vor der Buddha-Statue, mit Sonnenschein und Musik. Fein!

Bezahlt wurde mit Sterntalern. Diese Sterntaler waren Plastikmarken, welche man an Automaten und Kassen mit seiner Kreditkarte/Bargeld eintauschen konnte. Dies hat in der Regel auch alles recht problemlos funktioniert, auch der spätere Umtausch von Sterntalern zu Bargeld.
Man mag es kaum glauben, aber auch die Toiletten innerhalb des Geländes waren einen Blick wert. Durch LED-Stripes wurden diese von außen beleuchtet. Wenn es also sehr schnell gehen musste -> folge dem Licht!

Am Strand gab es auch ein Boot von ProSieben (PROSIEBEN IN CONCERT). Glückliche Gewinner bekamen hier einen exklusiven Auftritt von Alle Farben präsentiert. Am Abend sah man dann auch öfter ein beleuchtetes Boot auf dem See fahren, samt Musik, DJ und Publikum. Sicherlich eine tolle Erfahrung für die Passagiere.

Bei einigen Festivalzelten gab es bei bestimmten Acts auch oft einen Einlasstopp. Ein volles Zelt, nichts ging mehr. Auf der rechten Seite ging es rein, auf der linken Seite wieder raus. Dieses System wurde durch Sicherheitsmitarbeiter auch weitestgehend gut umgesetzt und kontrolliert. Je nach DJ wurde das Gedränge rund um die Mainstage, einem OpenAir-Floor, dichter oder luftiger. Wem es vor der Mainstage zu voll war, ging entweder zum Strand, oder suchte sich eine der vielen Alternativen. Insgesamt hatte man aber überall genug Platz zum Tanzen und erkunden des Geländes.

Mainstage_SMS2018

Über viele Bildschirme an der Mainstage, konnte man auch gut aus der Entfernung erkennen, welcher DJ denn gerade seine Show zaubert. Diese Screens wurden samt Laser, Lichtern und Feuerfontänen immer wieder passend zum Beat eingesetzt. Immer wieder zu sehen: virtuelle 3D Würfel mit dem Logo des Festivals. Ebenso wurde mit einem Kran das SonneMondSterne Logo gegenüber der Mainstage platziert und passend beleuchtet. Schaut man sich die Social-Media-Fotos der Acts auf der Mainstage an, ist dieser Kram samt schwebendem Gerüst immer wieder im Hintergrund zu sehen. Ein beliebtes Foto auch bei den Besuchern!

Über das gesamte Wochenende waren über 3.000 Helfer im Einsatz. Ein Lob gab es von der Polizei: „überwiegend friedlich und ausgelassen“ hätten die Besucher auf dem Gelände gefeiert. Auf dem Festival selbst gab es auch sehr viele hilfsbereite Sicherheitsmitarbeiter und gut gekennzeichnete Fluchtwege. Alles in allem war SonneMondSterne XXI 2018 ein gelungenes Festival, abgerundet von einem bunten Abschlussfeuerwerk am See.

Selbstverständlich gibt es auch nächstes Jahr eine weitere Runde SMS.
SonneMondSterne.XXIII 2019 vom 09. – 11. August in Saalburg-Ebersdorf.

 

Fotos (C): SonneMondSterne.
Foto (C): Yoga: Tony Günther

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