SonneMondSterne: Ortsschild-Diebstahl, K.O.-Tropfen und Kritik

SonneMondSterne 2026 – Instagram

Beim SonneMondSterne-Festival an der Bleilochtalsperre bei Saalburg hat die Polizei mehrere gestohlene Orts- und Verkehrsschilder sichergestellt.

Insgesamt wurden neun Schilder bei Festivalbesuchern festgestellt. Einige davon entdeckten Einsatzkräfte mithilfe von Drohnen. Die Polizei leitete wegen der unbefugten Mitnahme Ermittlungen wegen Diebstahls ein.

„Was für den ein oder anderen Festivalbesucher vielleicht nach einer witzigen Erinnerung an ein Festivalwochenende aussieht, ist aus polizeilicher Sicht jedoch kein Kavaliersdelikt.“

Weiter erklärte die Landespolizeiinspektion Saalfeld: „Das unbefugte Mitnehmen erfüllt daher grundsätzlich den Tatbestand des Diebstahls und zieht entsprechende strafrechtliche Ermittlungen nach sich.“

Die sichergestellten Schilder sollen anschließend an die zuständigen Gemeinden und Städte zurückgegeben werden. Parallel dazu meldeten sich seit Beginn des Polizeieinsatzes am Mittwoch zwei Frauen, die angaben, möglicherweise Opfer sogenannter K.-o.-Tropfen geworden zu sein.

Die Polizei untersucht derzeit mögliche Substanzen, ein gesicherter Nachweis liegt bislang jedoch nicht vor. Das SonneMondSterne zählt zu den größten Open-Air-Festivals für elektronische Tanzmusik in Deutschland.

Für die Veranstaltung werden bis Sonntag mehr als 33.000 Besucher erwartet. Die Campingplätze waren laut Veranstalter bereits vor dem Start des Hauptprogramms gut gefüllt. Das Festivalprogramm läuft bereits seit Mittwoch. Seit Freitag stehen acht Bühnen im Mittelpunkt, auf denen insgesamt 140 DJs und Bands auftreten sollen.

Auch unter den eigenen Anhängern gibt es Kritik, die sich allerdings auf das Programm beschränkt. „Wäre echt klasse wenn es musikalisch auch mal Abwechslung geben würde überall die gleiche Musik“, schreibt ein User auf Instagram und ergänzt:

„Für die Leute die das Festival über die Jahre oder in meinem Fall Jahrzehnte besucht haben gibt’s nichts mehr. Überall das gleiche Geschrubbe. Okay, es gibt sehr sehr wenige Ausnahmen, aber mal ein bis zwei Stages zu machen für das ‚alte Publikum‘ funktioniert anscheinend nicht.“

Damit ist er nicht alleine. Ein weiterer Gast meint: „Wann feiern wir wieder richtig? Ohne diese extreme Show, ohne dieses ewig gleiche ‚Hardtekk‘-Spiel? […] Wir sind mal auf der Flucht vor den Geldmaschinen und vor Glanz und Gloria und irgendwie ist das jetzt nur noch das Geile und die Clubs sterben immer mehr und keiner tanzt mehr.“

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass in den Kommentaren viele Besucher die Stimmung, das Miteinander und die Shows in höchsten Tönen loben.

 

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Quelle: Die Zeit

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