Wir haben schon einige Male darüber berichtet, dass der Konsum von Drogen starken Einfluss auf die Sexualität haben kann. Viele kombinieren Substanzen absichtlich mit Sex, um ein intensiveres und einzigartiges Erlebnis zu kreiieren. Eine Studie hat den Sachverhalt nun untersucht und herausgefunden, wo substanzgebundener Sex besonders im Trend ist.

Die Engländer sind Spitzenreiter, wie das University College London und Global Drug Survey im Rahmen der Studie herausfanden. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Journal of Sexual Medicine. Befragt wurden insgesamt 22.000 Personen aus den USA, Australien, aus Teilen Europas und Kanada zum Thema „substanzgebundener Sex“. Zu den Untersuchungsgegenständen gehörten verschiedenste Drogen wie Alkohol, Marihuana, GHB/GBL, MDMA, Kokain, Ketamin, Poppers und Mephedron. Letzteres war besonders bei den Engländern beliebt und soll laut Aussagen der Teilnehmer für besonders eindrucksvollen Sex sorgen. Marihuana beziehen sie dafür eher selten in ihr Sexualleben ein.

Insgesamt kam heraus, dass Alkohol in Verbindung mit Sex logischerweise am häufigsten vorkommt. Circa 60 Prozent hatten ausgesagt im vergangenen Jahr vor dem Geschlechtsverkehr getrunken zu haben. Auf Platz zwei befindet sich dann Marihuana während insgesamt 16% vor dem Sex MDMA konsumierten. Was den emotionalen Part und die Intimität und das Verlangen angeht, lagen besonders MDMA und GHB/GBL weit vorne.

Auch „Chemsex“, also Geschlechtsverkehr mit Drogen wie Methamphetamin, Mephedron und GBL/GHB, wurde genauer untersucht. Die Forscher fanden dabei heraus, dass „Chemsex“ bedeutend häufiger von homosexuellen und bisexuellen Männern angewandt wird. Generell wurde aber klar ersichtlich, dass Personen jeder sexuellen Orientierung auf Drogen zurückreifen, wenn es um Geschlechtsverkehr geht.

Die ganze Studie gibt es hier.

 

 

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