Bei einem Modellprojekt in Hannover vergangenen Juni und Juli feierten bis zu 600 Gäst*innen gemeinsam auf Open-Air-Techno-Partys. Das Projekt wurde von einer Projektgruppe und Sozialwissenschaftler*innen der Universität Leibniz, sowie einigen Open-Air-Veranstalter*innen aus Niedersachsen durchgeführt, um Reaktionen auf verschiedene Infektionsschutzmaßnahmen und das Empfinden der Teilnehmer*innen auf Tanz-Veranstaltungen in Corona-Zeiten einzufangen.

Die Partyreihe, bei welcher pro Veranstaltung bis zu 600 Raver*innen teilnahmen, fand unter freiem Himmel und der 3G-Regelung statt. Zusätzlich galt auf der Tanzfläche Maskenpflicht.

Erste Ergebnisse der rund 2000 Befragungen zeigen nun, dass ein allgemein hohes Sicherheitsgefühl bei den Feiernden vorherrschte. Vorherige Bedenken hatten sich laut der Projektgruppe schnell aufgelöst, auch die Testbereitschaft unter den Teilnehmenden war hoch. Kritik gab es vor allem wegen der von den Veranstalter*innen eingesetzten LUCA-App, da diese aufgrund von Datenschutz-Lücken und Funktionsfehlern in der Vergangenheit auffällig geworden war. Aber auch die Maskenpflicht auf der Tanzfläche und die Durchführung von Schnelltests bei bereits Geimpften fielen negativ auf.

Allgemein blieben die Partys den Befragten jedoch positiv in Erinnerung. Die Studie nahm zudem nicht nur die Infektionsschutzmaßnahmen in den Blick. Das Feedback der Befragten zeigte auch, dass diese Art von Kulturveranstaltungen einen essenziellen Teil ihres Lebens darstelle, der Räume für ein soziales Miteinander und der psychischen Erholung schaffe. „Tanzveranstaltungen haben im Leben der Interviewten einen festen Platz, um das Leben erträglicher und lebenswerter zu machen“, sagte Timon Ahlborn von der Leibniz Universität, wie t-online berichtet.

Neue Infektionsfälle gab es bei den insgesamt vier Veranstaltungen nicht. Zusätzlich wurde das Projekt vom Gesundheitsamt Hannover begleitet.

 

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Quelle: t-online